Projekt auf gutem Weg

Stadt möchte Strohner Brücke im September fertigstellen

Der große Kran an der Wupper ist unter anderem nötig, um die Arbeiter per Mannkorb auf die andere Uferseite zu bringen. Foto: Rouven Böttner
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Der große Kran an der Wupper ist unter anderem nötig, um die Arbeiter per Mannkorb auf die andere Uferseite zu bringen.

Die Stahlteile, die dem Bauwerk die Form eines Messers geben, werden parallel zum Bau vor Ort produziert.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Im September dieses Jahres soll die neue Strohner Brücke fertig sein. Das kündigt die Verwaltung auf ST-Anfrage an. Derzeit laufen in der Nähe des Tierheims Glüder Arbeiten am Unterbau der neuen Konstruktion. Parallel dazu werden die Stahlteile, die der Brücke die Form eines Messers geben sollen, gefertigt.

Seit Mitte 2016 ist die Wupperbrücke in Strohn für den Fußgänger- und Radverkehr gesperrt. Schon zuvor konnten Fahrzeuge und Reiter das marode Bauwerk nicht mehr passieren. Seinerzeit war ein schneller Neubau aus Kostengründen nicht in Sicht. Deshalb startete das Solinger Tageblatt mit dem Verschönerungsverein Solingen einen Spendenaufruf – 97 555 Euro kamen dabei zusammen.

Nun scheint das Projekt auf einem guten Weg. „Die beiden Brückenpfeiler, die in der Wupper stehen, sind betoniert, einer ist bereits von der Schalung befreit, beim anderen wird sie in den nächsten Tagen entfernt“, erklärt Rathaus-Sprecherin Sabine Rische zum Stand des Projektes. In der vergangenen Woche sei das Widerlager auf Waldseite betoniert worden. Zudem habe man die Stahlbauteile für den Überbau ausgeschrieben und vergeben. Die Fertigung laufe parallel zu den Arbeiten vor Ort. Ist sie abgeschlossen, werden die Teile vormontiert angeliefert und voraussichtlich im April eingehoben.

Strohner Brücke in Solingen: Ein „Mannkorb“ bringt die Arbeiter ans andere Wupperufer

Für die Arbeiten steht Rische zufolge derzeit ein großer Kran an der Wupper. Dies sei unter anderem notwendig, da die im Wald gelegene Nordseite anders nicht zu erreichen ist. In einem „Mannkorb“ gelangen die Arbeiter ans Wupperufer gegenüber dem Tierheim Glüder.

Ursprünglich hatte die Verwaltung geplant, die Arbeiten nicht erst im September, sondern bereits zwei Monate zuvor abzuschließen. Die Verzögerung sei „vor allem darauf zurückzuführen, dass der Abbruch der Widerlager sich komplizierter gestaltete, als zunächst gedacht“. Ursächlich dafür war einerseits eine Druckwasserleitung aufseiten des Tierheims. Auf sie habe es in den Bestandsplänen keinen Hinweis gegeben. „Die Sohle dieses Fundaments durfte nicht abgegraben werden, deshalb musste die Baugrube anders gesichert werden als zunächst vorgesehen“, erläutert Sabine Rische.

Auch auf der gegenüberliegenden Seite offenbarten sich Probleme. Der Altbestand der Brücke habe sich anders dargestellt als in den Unterlagen von 1929, dem Baujahr, verzeichnet – die Planung musste angepasst werden, die Arbeiten ruhten währenddessen.

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