Coronavirus

Stadt Solingen kauft 30.000 FFP2-Masken für Schulen

30.000 FFP2-Masken für Schulen.
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30.000 FFP2-Masken für Schulen.

In den Lehrerzimmern bleibt es eng – Abstände können nicht eingehalten werden.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten, das ist in Klassenzimmern unmöglich. Und auch in den Lehrerzimmern sitzen die Pädagogen dicht beisammen. Deshalb hat die Stadt jetzt 30 000 FFP2-Masken gekauft. „Wir haben für 20 000 Euro – im Rahmen der Landesförderung – die FFP2-Masken für Lehrkräfte bestellt, die wir den Schulen zur Verfügung stellen können“, so Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne). „Wir hatten diesen Schutz für die Kollegen gefordert“, freut sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft über die schnelle Reaktion der Stadt.

Die Verteilung innerhalb der Schulen bleibe diesen selbst überlassen. Neben der Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen werde das Maskentragen auch in allen anderen Schulbereichen zunehmend empfohlen, so Becker.

Denn auch in den Lehrerzimmern, bei Besprechungen und Konferenzen, wird es eng. Laut Landesverordnung ist in Schulen alles zulässig, was zur Aufrechterhaltung des Unterrichts beiträgt. Und zur Aufrechterhaltung des Unterrichts sind auch Konferenzen und Dienstbesprechungen unumgänglich, die nicht alle in digitaler Form durchgeführt werden können. „Das bedeutet aber auch, dass wir die Abstände nicht einhalten können, erst recht nicht, so lange mit vollen Klassen unterrichtet wird“, erklärt Peter Wirtz vom Schulleiter-Sprecherrat. In den oft beengten Lehrerzimmern bleibt den Pädagogen also auch nur, viel zu lüften und Maske zu tragen. „Ausnahme ist dabei nur die Zeit, in der gegessen oder getrunken wird“, so Wirtz. Wie voll es in den Lehrerzimmern sein kann, zeigen die Zahlen an der Friedrich-Albert-Lange-Schule. Dort teilen sich 143 Lehrer zwei Lehrerzimmer.

Auch an der Albert-Schweitzer-Realschule ist es im Lehrerzimmer eng. „Unser Lehrerzimmer ist ohnehin für 46 Kollegen zu klein, aber Ausbaupläne liegen derzeit auf Eis“, erklärt Schulleiter Hans-Martin Rahe. In der Vergangenheit gab es in der Realschule „Lehrerräume“, jeder Pädagoge hatte einen Klassenraum und die Schülergruppen wechselten stündlich. „Das System mussten wir coronabedingt auflösen, weil es zu viele Schülerwechsel an den Plätzen gegeben hätte.“

Also treffen sich die Lehrer wieder im Lehrerzimmer. „Natürlich ist auch dort die Maßgabe, viel durchzulüften. Zudem verteilen sich die Kollegen, so gut es geht auf andere Räume, etwa die Lehrerbibliothek oder essen, so lange es das Wetter zulässt, draußen“, so Rahe. „46 Lehrer in einem ohnehin beengten Raum sind aber eigentlich nicht tragbar.“

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Solingen. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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