Handel

Stadt Solingen ermöglicht neue Läden in der City

Hartmut Hoferichter, Carolin Helmus, Maziar Golchehr, Miriam Macdonald, Fatih Bilgili und Bekir Celik (v. l.) stellen die Läden vor, etwa das künftige „Mina & Maya“, benannt nach Golchehrs Töchtern. Fotos: Tim Oelbermann
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Hartmut Hoferichter, Carolin Helmus, Maziar Golchehr, Miriam Macdonald, Fatih Bilgili und Bekir Celik (v. l.) stellen die Läden vor, etwa das künftige „Mina & Maya“, benannt nach Golchehrs Töchtern.

Innenstadt-Management bringt über WIN-Fonds Konzepte und Räume zusammen. In der City eröffnen eine Naturkosmetik- und Textilmanufaktur, ein Bubble-Waffel-Café und ein Kebab-Haus.

Von Daniela Neumann

Solingen. In wenigen Wochen wird es drei neue Läden in der Solinger Innenstadt geben. Ab Oktober wird der ehemalige Friseursalon an der Hauptstraße 88 umgebaut für die Naturkosmetik- und Textilmanufaktur „be U“ von Klaus Walth. Am 31. Oktober möchte Maziar Golchehr sein Bubble-Waffel-Café „Mina & Maya“ am Fronhof 11 eröffnen. Einen Tag später, also am 1. November, soll das „Lokko Kebab Haus“ von Belik und Bekir Celik an der Hauptstraße 70 mit türkischer Feinkost an den Start gehen. Die Basis für alle drei neuen Läden sind Landesfördermittel zur Bekämpfung von Innenstadt-Leerstand.

Im April stellte die Stadt den entsprechenden Anmietungsfonds WIN („Wagen.Investieren.Nutzen“) vor. Er wird aus dem NRW-weiten „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ gespeist. Er besagt: Wenn eine Person einen Leerstand bis 300 Quadratmeter vermieten möchte, gibt die Stadt ihr 70 Prozent der früheren kalten Altmiete, etwa 7 statt 10 Euro pro Quadratmeter als Beispiel. Dann vermietet die Stadt die Räumlichkeiten für 20 Prozent der Altmiete, also 2 Euro pro m², an einen kreativen Kopf mit einer besonderen Laden-Idee. Die Differenz von 5 Euro übernimmt sie mit Hilfe der Förderung des Landes.

Solingen: Menschen, die vermieten können, sollen Vorteile erkennen

Zu dieser Starthilfe für maximal zwei Jahre seien einige weitere Menschen mit Gründungskonzepten wie die drei genannten im Gespräch, betonten jetzt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) und Innenstadtmanagerin Carolin Helmus. Sie haben die Hoffnung, dass auch noch mehr Menschen mit Immobilien in der City die Chance erkennen und sich jetzt für den sicheren Spatz in der Hand statt der unsicheren Taube auf dem Dach in Sachen Mieteinnahmen entscheiden.

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Dazu seien kooperative Gespräche nötig, um erst ein Matchmaking, also ein Zueinanderkommen, und dann den Mehrwert für die City zu finden: „um Angebote für Kundinnen und Kunden zu haben und zur Frequenz beizutragen“, sagt Hoferichter.

Dass dazu wie bei „be U“ nachhaltige Produkte zählen und auch lange Öffnungszeiten wie bei den beiden Gastronomie-Betrieben bis 20 und 22 Uhr geplant sind, werten Marketing-Fachfrau Liane Rapp und Stadtentwicklungsplanerin Miriam Macdonald als wichtigen Schritt Richtung lebendige Zukunft mit dem Konzept City 2030.

Die anderen Innenstadt-Bausteine Verfügungsfonds, Hof- und Fassadenprogramm sowie Coworkit-Büro-Filiale des Gründer- und Technologiezentrums in der ehemaligen Elefanten-Apotheke sowie das Ziel Gläserne Werkstatt, liefen weiter. Punkt für Punkt könnten so die rund 40 Leerstände angegangen werden. Ab nächster Woche nehme wohl im ehemaligen Appelrath-Cüpper-Haus die Sanierung Fahrt auf, ergänzte Hoferichter auf ST-Nachfrage. Hier soll die Gläserne Werkstatt als Leuchtturm-Projekt einziehen.

Auf der City-Achse wagen die Vermieter Fatih Bilgili, Olaf Koppenhagen und Domenico Agrusta nun als erste mit dem Anmietungsfonds WIN und der Stadt sowie den drei Laden-Gründern den großen Schritt zur Bekämpfung des Leerstandes. Da mehr Wohnraum drumherum entstehen soll, könnten auch Konzepte aus der Gesundheitswirtschaft umgesetzt werden, berichtet Hartmut Hoferichter.

Informationen

Das Innenstadt-Management sitzt im Coworkit-Büro an der Linkgasse 12, P 0175 181 0400, info@city2030-solingen.de

Infos zum Anmietungsfonds WIN nebst Formular gibt es über die Stadt-Seite.

www.solingen.de

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