Eichenprozessionsspinner

Stadt bekämpft gefährliche Raupen vor allem in Ohligs

Am Heidebad warnt ein Schild die Badegäste vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Foto: Tim Oelbermann
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Am Heidebad warnt ein Schild die Badegäste vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Eichenprozessionsspinner im Heidebad und am Engelsberger Hof

Von Andreas Tews

Solingen. Die Verantwortlichen der Stadt beobachten in diesem Jahr bisher weniger Raupen des Eichenprozessionsspinners als 2020. Ein Grund hierfür könne das verhältnismäßig kühle Frühjahr im April und Mai sein. Dennoch wurde nach Angaben von Rathaussprecherin Stefanie Mergehenn erneut am Engelsberger Hof in der Ohligser Heide ein verstärkter Befall festgestellt. Dort und im Heidebad seien Nester beseitigt worden.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die sich in Deutschland seit Anfang der 1990er-Jahre verstärkt ausbreitet. Seine Raupen werden bekämpft, weil deren Brennhaare bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Die reichen von Juckreiz und Hautquaddeln bis zu Bindehautentzündungen und – in besonders schweren Fällen – Atemnot.

Am Engelsberger Hof wurden in diesem Frühjahr laut Mergehenn 15 Nester mit solchen Schmetterlingsraupen beseitigt. Anfang der Woche sei ein Befall im Heidebad festgestellt worden. Auch dort mahnen jetzt Hinweisschilder zur Vorsicht. Menschen sollten den Hautkontakt mit den Raupen vermeiden. Mediziner raten darüber hinaus, sich nicht in unmittelbarer Nähe der Raupen oder ihrer Gespinste auf den Boden zu setzen.

Warnschilder sollen Menschen auf die Schmetterlingsraupen aufmerksam machen

Fallen Nester in Bereichen auf, in denen Menschen unterwegs sind, werde deren Beseitigung durch den jeweils zuständigen Revierförster kurzfristig veranlasst, berichtet Mergehenn. Zusätzlich werden an solchen Orten Warnschilder aufgehängt, damit die Menschen aufmerksam sind. Wenn Bürgern Nester der Schmetterlingsraupen auffallen, sollten sie sich laut Mergehenn „schnellstmöglich“ an die Telefonhotline der Stadtverwaltung wenden.

Dass die zuständigen Stellen in diesem Jahr insgesamt weniger mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners zu tun haben, könnte daran liegen, dass deren Entwicklung wegen des kühleren Wetters nicht optimal verlaufen ist, erklärt Mergehenn. Möglich sei aber auch, dass sie verspätet erfolge. Entwarnung kann also noch nicht gegeben werden.

„Die Beseitigung der Nester wird durch den Revierförster veranlasst.“

Stefanie Mergehenn, Rathaussprecherin

An den Autobahnen bekämpft derzeit der Landesbetrieb Straßen NRW die Raupen. Unter anderem geschieht dies an der A 3 zwischen Leverkusen und Solingen. Dabei wollen die Mitarbeiter nach Angaben des Straßenbetriebs vor allem Parkplatzbesucher und Straßenwärter schützen. Sie besprühen Bäume mit einer für die Raupen giftigen Substanz.

Wer Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, sollte sie bei der Stadt melden. Die Hotline dafür: Tel.2 90-65 50

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