Stadt prüft nächtliche Ausgangsbeschränkungen

OB Kurzbach tagte gestern mit der Verwaltungsspitze. Archivfoto: cb
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OB Kurzbach tagte gestern mit der Verwaltungsspitze. Archivfoto: cb

86 Corona-Neuinfektionen und sieben weitere Tote am Wochenende

Von Anja Kriskofski

Die Corona-Situation in Solingen hat sich über das Wochenende weiter verschärft. Am Samstag starben vier, am Sonntag drei weitere an Covid-19 erkrankte Menschen. Die Stadtverwaltung meldete gestern Abend 86 Neuinfektionen in den vergangenen zwei Tagen, die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 282 – der bislang höchste Wert. Solingen zähle damit zu den „Hotspots mit extremer Infektionslage“. Der Verwaltungsvorstand um Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) trat deshalb gestern zusammen. Dabei seien weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen worden, die bis Mitte der Woche in Kraft treten sollen. So werden unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 6 Uhr geprüft.

Was genau das „Aktionsprogramm“ umfasst, will die Stadtspitze heute bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. In einer Mitteilung wurden gestern weitere Maßnahmen für alle Schulen und den Offenen Ganztag angekündigt. Für die Altenheime – es gibt in mehreren Pflegeeinrichtungen Corona-Ausbrüche – ist ein Krisenteam unter Federführung der Heimaufsicht des Sozialamtes geplant. Die Krankenhäuser sollen durch externes Fachpersonal unterstützt werden: Die St. Lukas Klinik ist wegen eines Corona-Ausbruchs unter Pflegekräften und Patienten von der Notfallversorgung abgemeldet, das Klinikum schloss am Wochenende wegen Infektionen unter Mitarbeitern eine Intensivstation (| siehe links).

Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) kündigen zudem eine Ausweitung der Kontrollen der Ordnungskräfte in den Stadtteilen an. Die möglichen nächtlichen Ausgangsbeschränkungen könnten das Alkoholverbot im öffentlichen Raum ergänzen, das gestern bundesweit bis zum 10. Januar beschlossen wurde.

Oberbürgermeister bittet, Beschränkungen einzuhalten

Kurzbach appellierte an die Solinger, die Beschränkungen weiterhin einzuhalten. Die Stadt werde nun härtere Maßnahmen umsetzen: „Bitte tragen Sie durch Ihr Handeln dazu bei, dass Weihnachten trotz der Pandemie ein Fest der Familie bleiben kann. Jetzt hat die jüngere Generation eine besondere Verantwortung für die ältere, für die Großmütter und Großväter, für die eine Virusinfektion lebensbedrohlich sein kann.“

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