Straßenverkehr

Stadt hat noch eine 30er-Zone auf der Agenda

An einigen Kreuzungen – unter anderem am Abteiweg – weisen Polizisten-Puppen und Schilder auf die neuen Regelungen hin. Foto: Michael Schütz
+
An einigen Kreuzungen – unter anderem am Abteiweg – weisen Polizisten-Puppen und Schilder auf die neuen Regelungen hin.

In Gräfrath brauchte das Rathaus ein Jahr, um die neuen Regeln umzusetzen – in Höhscheid soll es jetzt schneller gehen.

Von Andreas Tews

Gräfrath/Höhscheid. Die Überraschung war bei einigen Gräfrathern groß, als die Tempo-30-Zone auf die Bereiche rund um den Abteiweg und die Huttenstraße sowie Teile der Garnison- und der Gerberstraße ausgeweitet wurde. Von einem Tag auf den anderen hingen die Schilder, die die Zone markieren, und es seien Vorfahrtsregelungen geändert worden, sagt Anwohner Heiner Scherle. Was vielen nicht mehr bewusst war: Die Erweiterung der Zone rund um den Ortskern war bereits im Juni 2019 von der Bezirksvertretung beschlossen worden. Die Stadtverwaltung arbeitet diese Beschlüsse nach und nach ab. Eine weitere Zone wird demnächst auf dem Pfaffenberger Weg in Höhscheid eingerichtet.

Ein Konzept für neue Tempo-30-Zonen gibt es in Solingen seit 2013. Seitdem schlägt die Stadtverwaltung der Politik Jahr für Jahr weitere Straßen vor, auf denen diese Regelungen gelten sollen. Sie beruft sich dabei auf Vorschläge der Arbeitsgruppe Mobilität der kommunalen Klimaallianz und auf Anträge aus der Bevölkerung. In der Regel erhält jeder Stadtbezirk pro Jahr eine neue Tempo-30-Zone. Die Entscheidungen darüber fallen in den Bezirksvertretungen.

Aufwendige Beschilderung und Markierungen in Gräfrath

Dass es in Gräfrath ein Jahr gedauert hat, um den Beschluss der Ortspolitik umzusetzen, begründet Rische mit den „umfangreichen Arbeiten“, die damit verbunden gewesen seien. Die betreffe unter anderem die Beschilderung und die Markierungen.

Auf dem Pfaffenberger Weg (ab Buswendeschleife in Richtung Süden) soll es nun schneller gehen. Diese 30er-Zone hatte die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid vor sechs Wochen beschlossen. Für weitere Zonen gibt es laut Rathaus-Sprecherin Sabine Rische derzeit keine politischen Beschlüsse. Für 2021 und die folgenden Jahre sei aber mit weiteren Entscheidungen in dieser Richtung zu rechnen.

Bevor eine neue Zone eingerichtet wird, macht die Stadtverwaltung dies öffentlich bekannt. Zum Konzept gehört auch, dass in den neu eingeführten Zonen Radarwagen der Stadt zu schnell fahrende Autos „blitzen“. Dreimal sei dies seit Mitte September im üblichen Turnus auch am Abteiweg geschehen, berichtet die Rathaus-Sprecherin. Bei Geschwindigkeitsmessungen seien 131 zu schnell unterwegs gewesen.

Rische verweist auch darauf, dass bei Tempo-30-Zonen Hinweisschilder nur an solchen Stellen üblich seien, an denen Autofahrer in die Zone hinein- oder hinausfahren. Darum sei auch in Gräfrath nicht geplant, die vorhandene Beschilderung zu ergänzen. Irgendwann werden auch die Polizisten-Puppen und Zusatz-Schilder verschwinden, die an einigen Kreuzungen derzeit auf die dort neu geltende Rechts-vor-Links-Regel aufmerksam machen.

Regeln

Tempo-30-Zonen dürfen laut Straßenverkehrsordnung nur in Wohngebieten eingeführt werden. Sie sollen die Verkehrssicherheit steigern. In die Zonen dürfen keine Hauptverkehrsstraßen einbezogen werden und keine Kreuzungen, an denen Ampeln den Verkehr auf den Fahrbahnen regeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Top-Links

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen auf 6,9 - Coronaschutzregeln verlängert
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen auf 6,9 - Coronaschutzregeln verlängert
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen auf 6,9 - Coronaschutzregeln verlängert
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke

Kommentare