Stadt informiert auf sieben Sprachen zur Pandemie

Recherchenetzwerk: Bundesweit „gravierende Mängel“ bei mehrsprachiger Corona-Information

Von Manuel Böhnke

Immer wieder wird betont, wie wichtig es ist, dass sich jeder an die Corona-Regeln hält. Voraussetzung dafür ist, dass alle die Vorgaben verstehen können. Um das sicherzustellen, informiert die Stadt nicht nur auf Deutsch zur Pandemie.

Auch die 16 Bundesländer setzen auf mehrsprachige Kommunikation – mehr oder weniger. Das Recherchenetzwerk Correctiv, mit dem das Solinger Tageblatt verbunden ist, hat „gravierende Mängel“ bei Corona-Informationen in anderen Sprachen festgestellt. Das Angebot in NRW sei noch vergleichsweise umfassend.

Ein Kritikpunkt: Die mehrsprachigen Informationen sind online häufig schwer zu finden. Dies trifft durchaus auch auf Solingen zu – insbesondere angesichts der vorhandenen Sprachbarriere. Klickt man sich jedoch etwas durch, stößt man auf der städtischen Internetpräsenz doch auf mehrsprachige Corona-Informationen. Einen Leitfaden von der Landesregierung zum Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern gibt es etwa in zwölf Sprachen. Außerdem ist ein Online-Angebot des Bundes verlinkt. Dort warten aktuelle Corona-Infos in 20 Sprachen. Das Land informiert auf einer eigenen Seite in 18 Sprachen.

Darüber hinaus übersetzt die Stadt regelmäßig Elternbriefe in Schulen, erklärt der städtische Pressesprecher Thomas Kraft. Hinzu kämen allgemeine Verhaltensregeln in Form von mehrsprachigen Informationsblättern. Gezielt wurden zu Beginn der zweiten Corona-Welle 33 Migranten-Selbsthilfe-Organisationen, Flüchtlingsinitiativen und Quartiere mit Plakaten versorgt. Auf Englisch, Türkisch, Arabisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Russisch wird daran erinnert, Maske zu tragen, Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu befolgen.

Die Organisationen wurden gebeten, die Plakate im Internet und den Sozialen Medien zu verbreiten. „Auch den Verteilern, die über die Jugendförderung zur Verfügung stehen, wurde das Plakat in Deutsch sowie in anderen Sprachen zur Verfügung gestellt“, erklärt Thomas Kraft. Zudem habe die Stadt im Spätsommer einen kurzen Animationsfilm verbreitet, der die Verhaltensregeln ohne Sprache vermittelt.

Weitere mehrsprachige Kampagnen sind Kraft zufolge derzeit nicht geplant. „Aber das Kommunale Integrationszentrum steht natürlich über die eigenen Netzwerke mit den Gruppen in Kontakt, um zu helfen und zu informieren.“

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