Bis zu 700 Besucher gleichzeitig

Stadt genehmigt 17-tägigen Freizeitpark am Weyersberg

Zu den Attraktionen des Kurzzeit-Freizeitparks am Weyersberg gehört unter anderem der „Musikexpress“. Archivfoto: Michael Sieber
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Zu den Attraktionen des Kurzzeit-Freizeitparks am Weyersberg gehört unter anderem der „Musikexpress“.

Festplatz mit Achterbahn, Karussells und Irrgarten wird ab 4. September geöffnet sein.

  • Die Stadt genehmigte das Vorhaben am Donnerstagabend.
  • Zur Kontrolle wird ein Sicherheitsdienst eingesetzt - Besucher müssen Daten hinterlassen.
  • Organisator Frank Decker verspricht ein abwechslungsreiches Programm.

Von Andreas Tews

Solingen. Die vom Ordnungsamt erteilte Genehmigung war noch so frisch, dass Schausteller Frank Decker sie am Freitag noch gar nicht in den Händen hielt. Mit dem am Donnerstagabend erteilten Bescheid der Stadtverwaltung steht laut Rathaussprecherin Sabine Rische fest, dass der von Decker initiierte Kurzzeit-Freizeitpark am Weyersberg ab Freitag, 4. September, für 17 Tage Besucher empfangen darf. Bis zu 700 Gäste gleichzeitig dürfen es auf dem eingezäunten Gelände vor der Klingenhalle sein. Bei der kirmesartigen Veranstaltung müssen Decker und seine Kollegen viele coronabedingte Vorschriften beachten.

Vorübergehende („Pop-up“-) Freizeitparks hat es bereits in anderen Städtenzum Beispiel am Wuppertaler Zoo – gegeben. Sie bieten den Schaustellern, die seit März quasi ohne Einnahmen dastehen, Möglichkeiten, ihre Bilanzen auch in Corona-Zeiten aufzubessern. In Solingen gibt es für Imbiss- und Getränkestand-Betreiber, die sonst nur auf Kirmesveranstaltungen zu sehen sind, eine vorübergehende Sondergenehmigung.

Bei dem jetzt genehmigten, zweieinhalbwöchigen Freizeitpark muss Decker als Organisator unter anderem dafür sorgen, dass die maximale Besucherzahl nicht überschritten wird. Dazu werde ein Sicherheitsdienst an den Ein- und Ausgängen die Besucher zählen. Damit das Gesundheitsamt mögliche Infektionsketten nachvollziehen kann, müssen die Gäste am Eingang einen Zettel ausfüllen, auf dem unter anderem festgehalten wird, wann sie gekommen sind. Auch beim Verlassen des Geländes wird die Uhrzeit festgehalten. Ob die Besucher zwischen Achterbahn und Karussells Masken tragen müssen, war Decker gestern noch nicht bekannt. Das Konzept werde aber an das der „Pop-up-Kirmes“ in Wuppertal angelehnt. Dort hätten die Besucher auf dem Festplatz den Mund-Nase-Schutz abnehmen können, wenn sie einen 1,50-Meter-Abstand einhielten.

Ausdrücklich lobt Decker die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stadtdiensten. Die hätten ihn bei den Vorbereitungen unkompliziert und unbürokratisch unterstützt.

Der Organisator verspricht ein abwechslungsreiches Angebot. Neben den Klassikern, einem Autoscooter und dem „Musikexpress“, werden auf dem Parkplatz an der Klingenhalle auch eine Familien-Achterbahn, das Fahrgeschäft „Kesseltanz“, ein Irrgarten, zwei Kinderkarussels und ein Trampolin aufgebaut. Auch einige Spielgeschäfte sowie Stände mit Speisen und Getränken werde es geben.

Decker hofft auf viele Besucher, damit er die Veranstaltung mit einem Gewinn abschließen könne. Denn die Ausgaben – vor allem für den Sicherheitsdienst – seien hoch. Dafür und für die zusätzlichen Hygieneleistungen nimmt er pro Besucher 1 Euro Eintritt. Die Attraktionen kosten extra. Mittwochs ist Familientag bei reduzierten Preisen.

Der Freizeitpark ist vom 4. bis 20. September, montags bis samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 22 Uhr, geöffnet.

Ohne Kirmesgeschäft ist die Existenz bedroht: So erging es den Schaustellern im Mai.

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