Hermann-Löns-Weg

Stadion in Ohligs: Rohbau startet zum Jahresende

Das Neubaugelände auf dem Grundstück des ehemaligen Union-Stadions am Herrmann-Löns-Weg wird für Straßen und Versorgungsleitungen vorbereitet. Foto: Christian Beier
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Das Neubaugelände auf dem Grundstück des ehemaligen Union-Stadions am Herrmann-Löns-Weg wird für Straßen und Versorgungsleitungen vorbereitet.

Ehemalige Kultstätte der Union am Hermann-Löns-Weg wird für Wohnsiedlung vorbereitet. Die Mehrfamilienhäuser sind bereits verkauft.

Von Philipp Müller

Tageblatt-Leser fragen immer wieder nach, ob denn auf dem Gelände des ehemaligen Stadions am Hermann-Löns-Weg die Arbeiten ruhen würden. Man sehe nichts. Das bestätigt Projektentwickler Dirk Brockmeyer von BPD, dem Investor und Bauherr, so nicht. Es sehe nur so aus, als würde nichts passieren.

Tatsächlich befinde man sich in der Phase, das Grundstück zu erschließen. Sei das abgeschlossen, sollen ab dem Spätherbst, spätestens zum Jahresende die Bagger für die Rohbauten anrollen. Ziel bleibe es, bis 2022 alle Ein- und Mehrfamilienhäuser zu errichten. Man werde sich von Süden nach Norden mit der Errichtung der geplanten Bauten vorarbeiten.

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Standpunkt von Philipp Müller

„Wir sind mit dem Projekt ganz gut unterwegs“, sagt Brockmeyer. Vier Doppelhäuser seien bereits im Bau und schon verkauft. Das gelte auch für die Mehrfamilienhäuser auf dem eigentlichen Stadiongelände. Die Einfamilienhäuser müssten allerdings noch vermarktet werden. „Damit starten wir im Sommer, man kann uns aber jetzt schon sein Interesse mitteilen“, erklärt der Projektentwickler.

BPD (Bouwfonds Property Development) hatte das Stadion von der Stadt Solingen erworben (» Kasten) und mehr als 100 Wohneinheiten für das Gelände angekündigt, auf dem früher der Fußballzweitligist Union Solingen um Punkte kickte. Das Stadion war nicht mehr zeitgemäß und eine Renovierung lohnte nicht.

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Um jetzt die Bebauung mit Häusern zu ermöglichen, müssten zunächst Baustraßen angelegt werden, erläutert Dirk Brockmeyer. Kanäle müssten verlegt werden und weitere Versorgungsleitungen. „Natürlich wird es auch Breitbandkabel für eine optimale Internetanbindung geben“, sichert Brockmeyer zu. Deren Vermarktung obliege aber den Internet-Anbietern.

Stadt und Investor schlossen städtebaulichen Vertrag

Alle diese Arbeiten seien Teil des städtebaulichen Vertrags mit der Stadt Solingen. Der war zuvor ausgehandelt worden. Denn am Ende gingen einige Straßen und die unterirdischen Versorgungsleitungen in das Eigentum der Stadt über.

Anwohner aus der Bürgerinitiative Bison haben die Befürchtung, der Baugrund sei zu nass. Es drohten Baumängel. Dem tritt der Projektentwickler entgegen. „Wir glauben fest an die Qualität des Standorts.“ Die Erde habe sich bisher als tragfähig erwiesen. Das sei gründlich analysiert worden.

HINTERGRUND

STADION Das ehemalige Stadion war ein Sanierungsfall. Eine zeitgemäße Instandsetzung für Profifußball aber nicht möglich, hatte die Verwaltung mitgeteilt. Daher wurde das Gelände verkauft. Der Erlös fließt in die klammen Kassen der Stadt und in einen Ersatzsportplatz.

ERSATZ Gegenüber dem Krankenhaus Bethanien soll noch in diesem Jahr Baustart für einen zweiten Sportplatz Höher Heide sein. Der TSV Aufderhöhe wird dort Hauptnutzer sein und zusätzlich eine neue Geschäftsstelle nebst Sport- und Umkleideräumen errichten.

Natürlich werde man Wasser während des Baus abführen müssen. Zudem erhielten die Kellergeschosse und Grundplatten der Gebäude Schutz durch das Verfahren der „Weißen Wanne“. Damit soll – vereinfacht gesagt – das Eindringen von Grundwasser in die Bausubstanz verhindert werden. Im Jahr 2022 wolle man die Arbeiten abgeschlossen haben, formuliert Brockmeyer das Ziel. „Es wäre aber unseriös, jetzt einen genauen Termin zu nennen.“ Vieles hänge vom Stand der Vermarktung der Einfamilienhäuser ab. BPD baut in der Regel erst dann, wenn der überwiegende Teil der Immobilien verkauft ist. Eine übliche Methode in der Branche der Bauträger und Projektentwickler. Außerdem könne auch „immer etwas im Boden liegen“, was den Bau verzögere. 

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