Fußballstadion am Hermann-Löns-Weg

Stadion-Abriss beginnt nicht vor Ende August

Ein Tiefbauunternehmen aus Viersen begann gestern damit, auf dem Stadiongelände Mutterboden abzutragen. Foto: Christian Beier
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Ein Tiefbauunternehmen aus Viersen begann gestern damit, auf dem Stadiongelände Mutterboden abzutragen.

Parkplatz ist ab sofort gesperrt: Dort wird demnächst der Mutterboden zwischengelagert.

Von Hans-Peter Meurer

Am Mittwoch wurden die ersten sichtbaren Bauvorbereitungen getroffen, voraussichtlich Ende August wird es richtig losgehen: Die Bebauung des ehemaligen Fußballstadions am Hermann-Löns-Weg in Ohligs nimmt allmählich Konturen an. Am Mittwoch wurden zumindest die unmittelbaren Anwohner des Stadions entlang des Hermann-Löns-Weges durch Postwurfsendung vorab informiert. Und der ehemalige Parkplatz des Union-Stadions am westlichen Eingang ist seit Mittwoch eingezäunt.

Dort wurde zunächst jede Menge Mulch, der im Mai beim Abholzen der Kastanien auf dem Stadiongelände angefallen war, auf einer großen Plane deponiert. Und auf dem nunmehr gesperrten Parkplatz soll auch der Mutterboden, der demnächst auf dem Stadiongelände abgetragen werden soll, gelagert werden.

Auf dem 36 700 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Union-Stadions mit seinem Nebenplatz will der Investor BPD (Boufonds Property Development), eine Tochter der niederländischen Rabobank, etwa 110 neue Wohneinheiten schaffen. 67 sollen in Einfamilienhäusern, 48 Wohnungen in vier Mehrfamilienhäusern entstehen. Zudem wird eine Tiefgarage gebaut.

Eigentlich sollte der Baustart mit dem Abriss des Stadions bereits im Sommer vergangenen Jahres sein. Doch es gab Schwierigkeiten mit den Bodengutachten, so dass sich das Bebauungsplanverfahren verzögerte. Zudem musste unter anderem auch noch an der vertieften Erschließungsplanung und an weiteren Bausteinen zum Umweltplan gearbeitet werden.

Einige Kritikpunkte, vornehmlich von der Bürgerinitiative Bison, einem Zusammenschluss von Anwohnern des Hermann-Löns-Weges, der Teichstraße und des Theodor-Storm-Weges, sind aus Sicht der Initiative und langjährigen Anwohnern des Hermann-Löns-Weges bis heute nicht restlos ausgeräumt. Dies betrifft insbesondere den Baustellenverkehr und das zukünftig zu erwartende Verkehrsaufkommen im Ohligser Unterland schlechthin.

Baustellenverkehr soll so gering wie möglich gehalten werden

„Den Baustellenverkehr wollen wir so gering wie möglich halten“, sagte denn auch gestern Stefan Glauer vom Investor BPD. Er leitet die Projektsteuerung des Ohligser Großprojektes. „Wir werden die durch den Abriss der Oberbauten entstehenden Wertstoffe so gut es geht beim Kanal- und Straßenbau auf dem Gelände wiederverwenden“, sagte der Ingenieur.

Erfolgt sei das Beweissicherungsverfahren von Privatgebäuden im Umfeld des Stadions durch ein Gutachterbüro. So könne nach den Abbrucharbeiten genau festgestellt werden, ob Schäden an den Häusern entstanden sind.

„Wann es genau mit dem Abbruch der Stadiontribüne, den Umkleiden sowie den Gebäuden auf dem städtischen Bauhof vor dem Waldfriedhof losgehen wird, steht noch nicht fest“, sagte Glauer.

HISTORIE

ERINNERUNGEN Das 1929 erbaute Stadion mit seinem Nebenplatz war bis zur Insolvenz die Heimspielstätte der Fußballvereine SG Union Solingen und 1. FC Union Solingen. Am 16. Februar 1985 wurde mit über 16 000 Besuchern beim Viertelfinalspiel im DFB-Pokal 1984/85 zwischen der SG Union und Borussia Mönchengladbach der Besucherrekord aufgestellt.

„Wir arbeiten mit den Abbruchfirmen derzeit am Zeitplan.“ Zudem müsse dann das Abbruchkonzept mit der Stadt Solingen zur Genehmigung abgestimmt werden. „Wenn alles klappt, dann werden wir Ende August mit den ersten Abrissarbeiten beginnen“, stellte Glauer fest.

Noch offen sei, welche Gebäude zuerst niedergelegt würden. Die Tribüne müsse zunächst einmal von den Sitzbänken, dem Seitenglas und von Metall gesäubert, das Recycle-Material dann zerkleinert und gelagert werden.

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