Solinger Unternehmen expandiert

Staba-Schermuly investiert siebenstellig in neuen Standort

Carl-Joachim Wilhelms setzt den Expansionskurs seiner Firma fort. Staba-Schermuly hat einen neuen Standort in Ronsdorf. Foto: Michael Schütz
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Carl-Joachim Wilhelms setzt den Expansionskurs seiner Firma fort. Staba-Schermuly hat einen neuen Standort in Ronsdorf.

Solinger Baustoffzentrum expandiert nach Wuppertal-Ronsdorf.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Von Krise kann bei der Staba-Schermuly GmbH & Co. KG keine Rede sein. „2020 war für uns das beste Jahr seit Firmenbestehen“, sagt Geschäftsführer Carl-Joachim Wilhelms. Weil die Menschen coronabedingt nicht verreisen konnten, investierten sie ins Eigenheim. Und die nötigen Materialien lieferte das Bauzentrum mit Sitz im Gewerbegebiet An den Eichen. Das Solinger Unternehmen expandiert: Jüngst feierte der fünfte Standort Eröffnung. Knapp eine Million Euro wurde in die Übernahme von Baustoffe Urspruch in Wuppertal-Ronsdorf gesteckt.

Damit setzt Staba-Schermuly seinen Kurs fort. „Wir investieren eigentlich pausenlos“ erklärt Wilhelms. Alle zwei, zweieinhalb Jahre stünden größere Projekte an. 2018 wurde etwa ein neues Bauzentrum am Stockberg in Leichlingen eingeweiht. Weitere Standorte sind an der Cranach- und der Holbeinstraße in Wald.

Nun ist der mehr als 140 Jahre alte Betrieb auch in Wuppertal vertreten. Wilhelms kennt die Gegend gut, seit 25 Jahren lebt er in Cronenberg. „Sudberg, Ronsdorf, Lüttringhausen – das ist ein sehr interessantes Gebiet mit vielen Einfamilienhäusern“, erklärt der Geschäftsführer. Lange habe er nach einer passenden Gelegenheit gesucht, nun ist er fündig geworden.

Fünf der insgesamt 28 Beschäftigten arbeiten auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände an der Otto-Hahn-Straße in Wuppertal. Vor Ort gebe es unter anderem eine Betontankstelle, Baustoffe und Schüttgüter. Der neue Standort ist mit den übrigen Niederlassungen vernetzt, die Lagerbestände können untereinander eingesehen werden. Fehlt etwas in Solingen oder Leichlingen, kann es binnen kurzer Zeit aus Wuppertal angeliefert werden – und umgekehrt. „Schnell reagieren zu können, ist unsere Daseinsberechtigung als kleiner Betrieb“, ist Wilhelms überzeugt.

1972 ist er in die Firma eingetreten. Sein Urgroßvater Carl Wilhelms war es, der den Baustoffhandel 1880 gründete. „Der Betrieb wurde peu à peu erweitert“, blickt der Solinger zurück. Diese Strategie möchte Wilhelms fortführen. Ergeben sich interessante Möglichkeiten, gelte es, diese sorgsam zu prüfen.

Derweil kümmert sich der 72-Jährige um die Nachfolgeregelung für den Betrieb. Sein jüngster Sohn studiere Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal. Anschließend plane er, in den elterlichen Betrieb einzusteigen. So lange macht Carl-Joachim Wilhelms mindestens noch weiter: „Wenn ich keinen Spaß mehr habe, höre ich auf. Aktuell macht es mir aber noch Freude.“

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