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Sport ist nicht gleich Bewegung: Der Puls muss nach oben gehen

Mit dem Teraband kann man sportlich einiges bewegen. Foto: Anja Carolina Siebel
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Mit dem Teraband kann man sportlich einiges bewegen.

ST-Redakteurin führt ab jetzt ein gesünderes Leben.

Von Anja Carolina Siebel

Da war ja noch was. Ja, genau. Es geht ja bei einer gesünderen Lebensweise nicht ausschließlich um Ernährung. Bewegung und Sport gehören untrennbar dazu. Das hat mir meine drahtige, sportliche und ausgewogen ernährte Fitness- und Bewegungscoachin unmissverständlich klar gemacht.

Nicht, dass ich nicht schon vorher Sport getrieben hätte. Ich gehe gern ins Fitnessstudio. Oft früh am Morgen. Und da stehe ich dann meist auf dem Cross-Trainer, 50 bis 60 Minuten und steppe so vor mich hin. Ich komme ins Schwitzen, fühle mich wohl, lese dabei und bin glücklich. „Viel zu lasch, wenn man dabei noch lesen kann“, befindet die Sport-Coachin – und lässt mich etwas fassungslos zurück. Never change a running system? Von wegen. Das System wird jetzt von hinten aufgezäumt – oder so. Da ja die Fitnessstudios erstmal sowieso geschlossen haben, geht es für mich nach draußen. Und ich lerne, dass Bewegung längst nicht gleich Sport ist. Beim Sport, das bekomme ich erklärt, muss „der Puls ordentlich nach oben gehen“.

Mir schwant Fürchterliches, als ich von der Trainerin kurz darauf eine Einladung „auf den Sportplatz“ bekomme. Sportplätze habe ich quasi seit Jahrzehnten in schlechter Erinnerung. Dunkel erscheinen mit dem Gedanken an „Sportplatz“ vor meinem geistigen Auge hektische Hopser in eine Sandgrube und verzweifelte Versuche, einen ledernen Schlagball auf eine Grasfläche zu feuern.

Darum soll es bei meiner Sportstunde im fortgeschrittenen Alter aber offenbar nicht gehen. Meine Utensilien diesmal: ein Teraband, so eine Art Gummi-Band, mit dem man tolle Übungen für die Muskeln absolvieren kann, ein Springseil, ein Medizinball und ein undefinierbares Dings aus elastischem Material, an dem beidseitig Karabinerhaken mit Schlaufen befestigt sind, die man sich an Hände oder Füße schnallen kann. Sportfreaks, die ihren Puls regelmäßig mit sowas auf Hochtouren jagen, werden vermutlich wissen, wie das heißt.

Ich muss erstmal Seilspringen. Zum Aufwärmen. Danach hätte ich von mir aus schon gesagt: Sport erledigt. Jetzt ne Dusche.“ Dann geht es aber noch auf die Bank. Hoch, wieder runter. Erstes Bein, zweites Bein. Planks auf dem Rasen, wie lange halte ich mich und mein Nicht-Federgewicht denn oben? Liegestütze, Kniebeugen, Arm- und Beinübungen. Es ist sehr bitter, aber es macht zugegeben auch eine Menge Spaß so an der frischen Luft. Bloß am nächsten Morgen. Reden wir nicht drüber. . .

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