Familienzeit

Spielplätze: Stadt lässt Kinder mitreden

Für den Maltesergrund haben Kinder und Jugendliche sich unter anderem die Kletterlandschaft gewünscht. Horst Schulten und Monika Strauß vom Stadtdienst Sport und Freizeit beziehen die Wünsche der jungen Nutzer bei der Planung mit ein. Foto: Christian Beier
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Für den Maltesergrund haben Kinder und Jugendliche sich unter anderem die Kletterlandschaft gewünscht. Horst Schulten und Monika Strauß vom Stadtdienst Sport und Freizeit beziehen die Wünsche der jungen Nutzer bei der Planung mit ein.

Viele kleine Flächen werden stillgelegt, größere sollen aufgepeppt werden.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Monika Strauß war in ihrer Kindheit oft auf dem Spielplatz Michelsdorfer Weg in Aufderhöhe, wo sie aufwuchs. Horst Schulten ist in den 60er Jahren auf der Lok „Schnaufi“ am Engelsberger Hof herumgeklettert. Heute sind beide beim Stadtdienst Sport und Freizeit für die Spielplätze in Solingen zuständig. Dort gibt es mit dem Spielplatzkonzept gerade einen Umbruch: Kleinere Flächen der Kategorie C (für Kinder bis zum Grundschulalter mit Rutsche, Schaukel und Sandkasten) werden stillgelegt, größere aufgewertet. An der Ideenfindung werden seit 2018 verstärkt Kinder und Jugendliche beteiligt: „Wir haben festgestellt, dass sie die Spielplätze dann auch besser annehmen“, sagt Monika Strauß.

32 C-Spielplätze werden in Reserveflächen umgewandelt, bei 13 sei das bereits geschehen, erklärt Stadtdienstleiter Horst Schulten. „Das sind Plätze, die aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Spielplätze nicht mehr viel genutzt werden.“ Meist liegen diese in Siedlungen, in denen nicht mehr viele Kinder leben, ergänzt Strauß. Die Geräte werden abgebaut. Was noch intakt ist, werde als Ersatzteil eingelagert. Die Flächen halte die Stadt in Reserve, erläutert Schulten. „So können wir sie bei Bedarf reaktivieren.“ Bürger können die stillgelegten Spielplätze pachten (Kontakt: sport@solingen.de).

In die andere Richtung geht es bei den größeren Spielflächen der Kategorie B und A. Zu Letzterer zählt unter anderem das Bärenloch. Wo 2018 das Piratenschiff eingeweiht wurde, zu dem der Verein „Volldampf für Kinder“ Spenden beigesteuert hat, soll ein „Bärenstrand“ entstehen, berichtet Strauß: „Wir sind noch in der Planung, da ist noch Fantasie gefragt.“ Mit der Befragung von Kindern und Jugendlichen habe man schon begonnen. Auch mit finanzieller Hilfe von Volldampf konnte am Engelsberger Hof die neue Ritterburg errichtet werden. Schulten: „Das Engagement der Vereinsmitglieder ist toll.“

Der Skaterpark an der Neuenkamper Straße soll ebenfalls erweitert werden. So seien die Jugendlichen mit der Bitte um einen Unterstand auf die Stadt zugekommen. Auch an der Andreasstraße sei die Initiative von Kindern ausgegangen, erzählt Monika Strauß: „Sie haben angefragt, ob wir die Fläche, wo es nur noch einen Sandkasten gab, erweitern können.“ 2019 seien dort wieder eine Schaukel und ein Rutschenturm aufgestellt worden.

Solingen: Plätze unter anderem in Wald und Merscheid werden aufgewertet

Neuerungen sind unter anderem in Wald geplant: An der Opferfelder Straße soll der Spielplatz hinter der Stadt-Sparkasse aufgepeppt werden, an der Demmeltrather Straße erweitert werden. Auch am Walder Bahnhof will die Stadt Spielmöglichkeiten schaffen. An der Herzogstraße in Merscheid wurde ein Teil der Spielplatzfläche verkauft. „Der restliche Teil wird aufgepeppt. Auch dazu wird es noch eine Beteiligung geben“, kündigt Schulten an. Den Kindern und Jugendlichen würden dabei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl gestellt.

Für Monika Strauß ist eines der Highlights der Planetenweg in Ohligs. „Aber es gibt auch Leute, denen er gar nicht gefällt.“ Die Vorlieben entwickelten sich auch altersmäßig weiter, ergänzt Horst Schulten. „Als meine Kinder klein waren, fand ich den Spielplatz im Botanischen Garten ideal, später Engelsberger Hof und Bärenloch.“

Spielplätze

In Solingen gibt es mehr als 160 Spielplätze. Für die Unterhaltung stehen laut Horst Schulten 1,4 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Für Ersatzgeräte können 135 000 Euro ausgegeben werden. Erweiterungen und Neuanlagen von Spielplätzen werden über Fördergelder finanziert oder von Bauträgern für neue Siedlungen.

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