Tourismus

SPD: Solingen soll für Wohnmobilreisen attraktiv werden

Der Stellplatz am Brandteich entspricht – wie die drei anderen Stellflächen in Solingen – nicht mehr den heutigen Standards. Foto: Tim Oelbermann
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Der Stellplatz am Brandteich entspricht – wie die drei anderen Stellflächen in Solingen – nicht mehr den heutigen Standards.

SPD-Antrag wird im Tourismus-Ausschuss von allen Fraktionen unterstützt.

Von Timo Lemmer

Es passte, dass Lutz Peters, Joachim Radtke und Sonja Nordmann nur wenige Tagesordnungspunkte zuvor für das Stadtmarketing und die Tourismusförderung auf ein erfolgreiches 2020 geblickt hatten sowie anstehende Maßnahmen anpriesen: Denn der SPD-Fraktion im Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus ist zuletzt eine Idee gekommen, um diesen Bereich noch weiter zu fördern.

Die Sozialdemokraten wünschen sich, dass Solingen sich bereitmacht für Wohnmobil-Reisende. Sprecher Hartmut Ober begründete einen Prüfantrag, der an die Verwaltung gerichtet wurde und vorsieht, günstige Orte für Reisemobil-Stellplätze in der Klingenstadt ausfindig zu machen: „Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen. Deutschlandweit boomen Wohnmobilreisen. Aber Solingen scheint uns darauf nicht vorbereitet.“

Dabei könne man mit wesentlichen Aspekten – Kultur, Natur, Naherholung, Anschluss an beliebte Rad- und Wander- sowie Fernwanderwege – punkten, die „sicherlich Publikum anziehen würden“. Für die Stadt, den Tourismus und damit die Wirtschaft gäbe es viel zu gewinnen, betonten die Sozialdemokraten, die von allen Fraktionen unterstützt wurden.

Gutachten soll die Marktchancen klären

Der SPD-Abgeordnete Uli Preuss zeichnete seine Vision von modernen und attraktiven Stellplätzen, die nachhaltig sind: Hier solle es am besten gleich per App möglich sein, zu bezahlen, eine Übernachtung oder Kultur- sowie ÖPNV-Tickets zu buchen. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gehörten dann zum Standard, eine Versorgung für elektrische Mobile solle mitbedacht werden: „Uns schwebt etwas Größeres vor, zum Beispiel im Südpark.“ Peters griff den Vorschlag auf: Er höre das nicht zum ersten Mal, der Stadt fehle aber das Geld. Derartige Stellplätze müssten dann gewerblich betrieben werden: „Wir würden uns wohl einen Investor suchen müssen.“

Die Stadt habe bereits ein Gutachten ausgeschrieben, das über die Marktchancen für Solingen aufklären sowie Empfehlungen für einen Stellplatz-Standard unterbreiten solle: Damit könne man dann werben gehen, hofft Peters. Er brachte auch den Parkplatz der Klingenhalle ins Spiel – dies sei eine ältere Idee.

Bislang gibt es in Solingen an vier Orten Einstellplätze, die allerdings dem heutigen Standard nicht mehr entsprechen: Brückenpark Müngsten, Parkplatz Brandteich in Gräfrath, auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums sowie in Burg auf der Talsperrenstraße. Deutschlandweit seien es über 4600 dieser Plätze: Die SPD hofft, dass Solingen bald mitmischt.

Darüber hinaus wurde ein zweiter SPD-Prüfantrag verabschiedet: Im Bereich des digitalen Kulturmarketings wünschen sich die Ausschussmitglieder Überlegungen dazu, wie im Bergischen Land die Kräfte gebündelt werden können – um sich gemeinsam darzustellen, eine Außenwirkung zu erzielen, und eine Plattform zu bieten, auf der Tickets erworben werden können.

Dazu müsse auch keine neue Agentur gegründet werden, meinte SPD-Sprecher Ober und erfuhr Zustimmung der weiteren Mitglieder. Man müsse sehen, was es bereits gäbe und die Kräfte bündeln, hieß es aus den anderen Fraktionen.

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