Konzert

Spaß beim „Karneval der Tiere“

Moderator Michael Forster (l.) und Generalmusikdirektor Daniel Huppert machten für Sechsklässler Programm. Foto: Christian Beier
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Moderator Michael Forster (l.) und Generalmusikdirektor Daniel Huppert machten für Sechsklässler Programm.

Bei den Schulkonzerten spielten die Bergischen Symphoniker für Sechstklässler.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Schildkröten, die Jacques Offenbachs Cancan bedächtig tanzten, japanische Schleierschwanzfische, die in einem Aquarium Luftbläschen blubberten, ein majestätischer Löwe, der mit Gefolge einherschritt oder der Schwan, der das große Fest der Tiere krönte: Am Dienstagmorgen nahmen die Bergischen Symphoniker Solinger Sechstklässler mit in die farbenfrohe Klangwelt von Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“.

„Was erkennt ihr denn für Instrumente auf der Bühne?“
Michael Forster, Moderator

Generalmusikdirektor Daniel Huppert führte das – coronabedingt ausgedünnte – Orchester mit offensichtlich großer Lust an dem Ganzen durch die 14 kleinen Sätze. Michael Forster, eigentlich Oboist aber seit langem durch sein Redetalent als Moderator rund um Symphoniker-Konzerte bekannt, begleitete das junge Publikum durch das dreiviertelstündige Programm. Gutgelaunt brach er zunächst mit einer kurzen Frage-Antwort-Runde das Eis. „Was erkennt ihr denn für Instrumente auf der Bühne? Wie heißen Geiger, Bratschisten, Cellisten und Kontrabassisten als Allgemeinbegriff?“ Die Schüler konnten darauf oft wie aus der Pistole geschossen antworten.

Im Dialog mit Huppert ließ Forster dann schon mal vorab klanglich Kängurus auf der Bühne hüpfen oder das Licht im Fantasie-Aquarium glitzern, bevor er endgültig in die Rolle des Erzählers schlüpfte, der die Geschichte vom „Karneval der Tiere“ sehr spannend rüberbrachte. Von Mehlwürmern, Erdferkeln und Maulwürfen war da etwa die Rede, die auf dem Festplatz mit 4790 Gleichgesinnten auf die Auftritte beim „Karneval der Tiere“ warteten. „Kommt jetzt der Schwan?“ fragten kribbelig zwei Katzen. Heiter malte Forster zusammen mit den Bergischen Symphonikern die Bilder vom „Karneval der Tiere“ in den Pina-Bausch-Saal. Mit auf Abstand sitzenden knapp 90 Schülerinnen und Schülern war er halbwegs gefüllt.

Viele ließen sich durch das Gehörte faszinieren, wenige hatten offensichtlich gar keine Freude an der Vorstellung und störten die übrigen, bevor sie schließlich mit den begleitenden Lehrern den Saal verließen. Die, die sich mit wachsender Begeisterung auf die tierische Klangwelt von Saint-Saëns Kleinod einließen, erlebten neben den gängigen Orchester-Instrumenten wie Geige, Flöte oder Cello auch Marimbas, zwei Flügel oder eine große Pauke: Die verschiedenen Charakterisierungen von sirrenden Kolibris, flitzenden Eichhörnchen oder trampelnden Elefanten mussten gut und eindringlich mit unterschiedlichen Klangfarben versehen werden, damit sie vorstellbar wurden. Die Schüler hatten Freude an klackernden Marimbaphonen, zartem Flötenspiel und heftigem Tastendonnern auf den Konzert-Flügeln.

Am Schluss gab es viel Applaus, bevor die Mund-Nase-Bedeckungen wieder aufgesetzt werden mussten, um den Rückweg zur Schule anzutreten – ein vom Theater-Personal sorgfältig geplantes und akribisch umgesetztes Unterfangen nach den geltenden Hygiene-Regeln. Um der nachfolgenden Schülergruppe weiterer Schulklassen nicht zu begegnen, wurden die Kinder durch einen Seiteneingang hinausgelassen.

Begegnungen

Programm: Seit Jahren legen die Bergischen Symphoniker viel Wert auf Begegnungen mit jungen Musik-Freunden, um Schüler früh an klassische Musik heranzuführen und ihnen dieses Themenfeld vertraut zu machen. Neben den Schulkonzerten stehen Probenbesuche, Besuche in Klassenzimmern, die Backstage-Lounge oder die Wandel-Konzerte auf ihrem Jahreskalender.

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