Vertreterversammlung

Spar- und Bauverein zieht positive Bilanz

Der Neubau am Böckerhof ist bald bezugsfertig. Foto: Christian Beier
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Der Neubau am Böckerhof ist bald bezugsfertig.

Vertreterversammlung macht Pläne für die Zukunft.

Von Timo Lemmer

Solingen. Dem Spar- und Bauverein Solingen (SBV) geht es gut. Das bestätigen die im Juni vorgestellte Jahresbilanz 2019 sowie die gerade erstmals in neuer Form veranstaltete Vertreterversammlung, die ungeachtet ihrer Einzigartigkeit reibungslos verlief. Und der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr untermauert laut Vorstandsvorsitzendem Ulrich Bimberg, dass es auch momentan positiv weitergeht – der Pandemie zum Trotz: „Das Jahr 2020 hat sich ziemlich planmäßig entwickelt. Bei unseren Baumaßnahmen gab es zu Beginn leichte Verzögerungen, die haben wir aber ziemlich reinholen können. Wir gehen momentan von einer ganz normalen Jahresbilanz aus, in der wir wohl ganz normal unsere Jahresziele erreichen.“

„Ich gehe davon aus, dass wir den Weyersberg als Nächstes angehen.“

Ulrich Bimberg, Vorstand

Die erfolgreichen Bauprojekte – momentan vor allem am Böckerhof – machen das sichtbar. Bimberg: „Dort wird zum Dezember der erste Abschnitt vermietet, im neuen Jahr folgt dann auch die Kita.“

Unterdessen wurde die zuvor um einige Monate aufgeschobene Vertreterversammlung erstmals virtuell durchgeführt, wobei virtuell schriftlich bedeutet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Werner Bertl, dessen Gremium mit ihm an der Spitze und Hans-Peter Harbecke als Stellvertreter unverändert bleibt, erklärt: „Am ehesten ist die gewählte Variante, das schriftliche Umlaufverfahren, mit der Briefwahl zu vergleichen.“ Neben der Wahl von vier der zwölf Aufsichtsratsmitglieder wurden Beschlüsse gefasst sowie Fragen schriftlich beantwortet.

Die Streitbarkeit der Präsenzveranstaltung habe zwar gelitten, „aber“, so Bertl, „es hat hervorragend geklappt und die Vertreter sind den eleganten Weg toll mitgegangen.“ Von den 153 Vertretern der Versammlung, die als Souverän der Genossenschaft auftritt, nahmen 98 teil – ein normaler Schnitt. Die zur Wiederwahl stehenden Aufsichtsratsmitglieder Andreas Becker, Dietmar Gaida, Heike Rüdiger und Michael Schmiedel wurden erneut berufen.

Projekte wie am Böckerhof oder zuvor rund um den Wasserturm sollen derweil Schule machen. Alsbald sollen die mittelfristig kommenden Baumaßnahmen des SBV, der sich selbst auf die Fahne geschrieben hat, Neubau, Sanierung und Instandhaltung gleichermaßen zu betreiben, beschlossen werden. „Ich gehe davon aus“, so Vorstand Bimberg, „dass wir den Weyersberg als Nächstes angehen. Am Wasserturm ist es sehr gut gelungen, die Siedlung als Ganzes mit einem gemeinschaftlichen Mittelpunkt zu entwickeln.“ Diese Idee könne man sich auch dort vorstellen.

Im Hintergrund beginnen derweil auch die ersten Überlegungen für das 125-jährige Jubiläum 2022. Bertl: „Die Lust zum Feiern haben wir. Überlegungen muss man aber immer im Lichte der Pandemie betrachten.“ Bei allem Optimismus sagt Bimberg mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr indes auch: „Bisher sehen wir auch keine großen Mietrückstände, aber ich denke, da sind wir noch nicht durch.“

Bilanz

20 Millionen Euro Investitionen standen 2019 beim SBV 6,6 Millionen Euro Gewinn gegenüber. Die Bilanzsumme beträgt 304 Millionen Euro, das Eigenkapital 117,6 Millionen Euro. „Wir haben eine Eigenkapitalquote von 38 Prozent“, freut sich Vorstand Ulrich Bimberg. Die durchschnittliche Miete: 5,79 Euro pro Quadratmeter. Der SBV hat 14 110 Mitglieder und verfügt über 6871 Wohnungen.

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