Theater

Spannendes Theaterstück – enttäuschende Resonanz

Nicolay Weller (l.), Marina Welsch und Carlos Garcia Piedra zeigten sich bei der Premiere gut aufgelegt.
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Nicolay Weller (l.), Marina Welsch und Carlos Garcia Piedra zeigten sich bei der Premiere gut aufgelegt.

„Hochexplosiv“ feierte Premiere im Kammerspielchen. Das Stück ist noch dreimal zu sehen.

Von Andreas Römer

Gräfrath. Bei der Premiere von „Hochexplosiv“ am Freitagabend im Kammerspielchen in Gräfrath staunten die Zuschauer nicht schlecht: Das Finale hielt eine dicke Überraschung parat. Die wird hier natürlich nicht verraten.

Das von Michael Oenicke inszenierte Stück nach einem Thriller von Brian Clemens führt das Publikum nach Spanien. Fernab des Zugriffs der englischen Justiz sucht der etwas zwielichtige Larry (Nicolay Weller) sein Glück an der Costa del Sol. Die bezaubernde Suzy (Marina Welsch) lädt ihn zu einem Rendezvous ein und überzeugt ihn, die wohl illegal beschafften Diamanten aus dem Safe ihres Mannes zu stehlen und sich anschließend gemeinsam mit ihr ins sonnige Rio abzusetzen.

Beim Einbruch wird Larry von Suzys Ehemann Alex (Carlos Garcia Piedra) erwischt. Er lässt Larry nur laufen, weil der sich einverstanden erklärt, Suzy zu töten und anschließend Diamanten sowie eine fette Lebensversicherung abzuräumen. Larry informiert Suzy, die ihn wiederum überredet, Alex beiseitezuschaffen, ebenfalls Diamanten sowie eine höhere Lebensversicherung zu kassieren und mit ihr zu verschwinden.

Der Zuschauer wird Zeuge, wie beide Parteien an detaillierten Plänen feilen, wie der Mord und das Kassieren durchzuführen sind, möglichst ohne dass ein Verdacht auf sie fällt. Als noch das Auto vor der Tür explodiert und man die Sache den Separatisten in die Schuhe schieben könnte, scheint die Lösung zum Greifen nah – die Spannung steigt.

In der Pause diskutiert das Publikum die Chancen und versucht, den Ausgang vorauszuahnen: Für welche Seite wird sich Larry entscheiden? Wer wird sterben?

„Hochexplosiv“ ist noch dreimal zu sehen

Wer wissen will, wie es ausgeht, muss eine der Vorstellungen im Kammerspielchen besuchen. Er bekommt ein spannendes Drei-Personen-Stück mit gut aufgelegten Schauspielern zu sehen, die ihre Rollen genau richtig undurchsichtig anlegen. Jeder der drei versucht, jeden auszutricksen, und die Auflösung wird die meisten überraschen.

Und neben dem Erlebnis eines spannenden Abends unterstützt jeder Zuschauer auch den Fortbestand des Kammerspielchens, wie Theaterbesitzer Ernst-Werner Quambusch betonte. Er war enttäuscht vom Zuspruch am Freitagabend. „Ich glaube, wir hatten noch nie so wenig Zuschauer zu einer Premiere“, stellte er fest. Er vermutet, dass die Menschen noch Angst vor Corona haben, die aktuellen Preissteigerungen ihnen Sorge bereiten und dann vielleicht das Geld nicht mehr fürs Theater ausgegeben wird.


Termine: „Hochexplosiv“ gibt es auch nächsten Freitag, Samstag und Sonntag, 21., 22. und 23. Oktober, jeweils um 20 Uhr.

www.theater-kammerspielchen.de

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