Musik

Solistin bringt Plastikflaschen zum Singen

Von beschaulich bis rasant: Bergische Symphoniker spielen mit Vivi Vassileva.

Von Sven Karasch

Das 5. Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker konnte am Dienstag wieder im frisch sanierten Theater und Konzerthaus stattfinden. Rund 300 Zuhörerinnen und Zuhörer waren in den Großen Konzertsaal gekommen, um ein abwechslungsreiches Programm im rasanten Tempo unter der Leitung von Daniel Huppert zu erleben.

Los ging es aber erst einmal ganz beschaulich und abseits der großen Bühne mit dem barocken 8. Konzert „Concert dans le goût théâtral“ des französischen Komponisten François Couperin. Dafür zogen sich die Musikerinnen und Musiker im kleineren Kammermusik-Ensemble in eine hintere Ecke des Großen Konzertsaals zurück, sodass das Publikum nur die Musik auf sich wirken lassen konnte.

Vivi Vassileva mit großem Repertoire an Schlaginstrumenten

Im Gegensatz dazu stand das zweite Stück des Abends: „Frozen in Time“ vom zeitgenössischen israelisch-amerikanischen Komponisten Avner Dorman. Das Werk für Orchester und Soloschlagzeug wurde 2007 uraufgeführt. Die Solistin, die am Dienstagabend mit den Bergischen Symphonikern auf der Bühne stand, war Vivi Vassileva.

Sie hatte ein großes Repertoire an Schlaginstrumenten um sich herum aufgebaut, das vom klassischen Drumset mit Hi-Hat, Snaredrum, Bassdrum und Becken über die afrikanische Djembé-Trommel bis hin zu Marimba und Glockenspiel reichte. Von der ersten Sekunde an flog Vivi Vassileva schnell und virtuos über die verschiedenen Instrumente und wechselte beim Spielen immer wieder zwischen Drumsticks, verschiedenen Schlägel-Varianten und ihren Händen.

Am stärksten klang das Zusammenspiel während der drei Sätze immer in den besonders ruhigen und feinen Melodie-Passagen und wenn sowohl das Orchester als auch Vivi Vassileva mit Volldampf der Energie freien Lauf lassen konnten. Nach dem letzten kräftigen Schlussakzent wurden die Musikerinnen und Musiker mit einem kräftigen Applaus und vereinzelten Jubelrufen belohnt.

Als Dankeschön begeisterte Vivi Vassileva das Publikum noch mit einer Zugabe aus dem „Recycling Concerto“. Dabei spielte sie nur auf zwei leeren Plastikflaschen und brachte sie zum „Singen“, indem sie ihnen tatsächlich verschiedene Töne entlockte.

Nächstes PhilharmonischesKonzert im Februar

Den klassischen Abschluss des Konzertes bildeten die „Symphonischen Tänze“ des russischen Komponisten Sergei Rachmaninow aus dem Jahr 1940.

Das nächste Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker findet im neuen Jahr am 28. Februar 2023 in Solingen und am 1. März in Remscheid statt.

bergischesymphoniker.de

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