Erste Veranstaltung nach eineinhalb Jahren

180 Zuschauer lachen in der Cobra über Lisa Feller

Comedian Lisa Feller fand in der Cobra schnell einen Draht zum Publikum. Foto: Lisa Feller
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Comedian Lisa Feller fand in der Cobra schnell einen Draht zum Publikum.

Je später der Abend, desto mehr schmerzte das Zwerchfell der Zuschauer.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Comedian Lisa Feller, gut bekannt aus verschiedenen TV-Formaten, feuerte am Mittwochabend Gag-Salven in der gut besetzten Halle des Cobra Kulturzentrums. Von Beginn an brachte Feller das Publikum zum Schmunzeln – mit ihren Plaudereien über ihr Leben als alleinerziehende Mutter zweier Söhne. Später steigerte sich der Unterhaltungsfaktor zu prustendem Gelächter.

Solingen: Erste Veranstaltung nach eineinhalb Jahren

Temperamentvoll flog Lisa Feller von Thema zu Thema, addierte ihrem Wortwitz Gesten und Schauspieltalent hinzu. Selbstironisch erläuterte sie den Titel ihres neuen Programms, „Ich komm jetzt öfter“ als „natürlich zweideutig. Hätte ich das ,Ich steh auf der Bühne und erzähle Euch witzige Geschichten’ genannt, wäre ja wohl kaum einer gekommen.“

Kumpelig und schlagfertig nahm sie immer wieder gerne direkten Kontakt zum Publikum auf, scherzte und flachste über Coronadating („der Schock kam, wenn die Maske schließlich runter war“) oder über ihr Alter: „45 ist keine junge Stute auf der Weide mehr, aber noch weit entfernt von Pferdelasagne.“

Das Publikum war in bester Unterhaltungs-Stimmung. Endlich wieder abends unterwegs sein, etwas vor haben, gemeinsam mit anderen Kultur genießen und Spaß an der gut gemachten Comedy auf der Bühne haben, schien als unsichtbare Überschrift über diesem ersten Abend nach anderthalb Jahren in der Cobra zu stehen, an dem alles wieder weitgehend normal lief. Aber natürlich wurde am Eingang überprüft, ob die 3-G-Regel eingehalten wurde und auf dem Weg zu den Plätzen oder zur Getränketheke musste eine Maske getragen werden.

Aber es tat einfach nur gut, live zusammen mit anderen abzulachen. Zum Beispiel über die Manie von Eltern, dank allseits präsenter Handys ständig viel zu viele Fotos und Videos vom Nachwuchs zu machen. „Jedes Kling in einer Triangel- AG ist dort verewigt“. Oder über Nachbarinnen, die alles super finden, was ihr „hochbegabter Nachwuchs“ sagt und tut, sogar „das Blockflötespielen“. Viel Spaß hatte das Publikum auch an peinlichen Eltern-Whatsapps an schlagfertige Geschichtslehrer der Sprösslinge.

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