Sachbücher

Solingerin legt zwei Ratgeber vor

Nathalie Sabas ist Sozialarbeiterin.
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Nathalie Sabas ist Sozialarbeiterin.

Nathalie Sabas hat die Ratgeber „Zerrüttete Beziehungen – Verletzte Kinderseele“ und „Geheimhaltung – Sexueller Missbrauch“ geschrieben.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Nach ihrem Berufsleben als angestellte Sozialarbeiterin bei der Stadt Bergisch Gladbach im Fachbereich Gefährdungsdienst, Abteilung Hilfen für junge Menschen und Familien, hat Nathalie Sabas binnen zweier Jahre zwei bemerkenswerte Ratgeber geschrieben: „Zerrüttete Beziehungen – Verletzte Kinderseele“ und „Geheimhaltung – Sexueller Missbrauch“ lauten die Titel. Beide sind im Springer Verlag erschienen.

Die Bücher sollen dabei helfen, Kinder und Jugendliche vor dramatischen Situationen zu schützen, aber auch Eltern in ihrer Elternrolle zu stärken, sagt Sabas, die seit vier Jahren in Solingen lebt. Sie habe ihre Bemühungen in der Praxis durch diese Sachbücher ergänzen und vertiefen wollen. „Ich weiß, dass die menschliche Seele sehr kompliziert und verwundbar ist“, sagt die Autorin, die lange in der Arbeit mit straffällig gewordenen Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderungen und psychisch Erkrankten tätig war.

„Niemand geht ohne Verletzungen durch sein Leben, und jeder Mensch leidet auf seine eigene Weise. Manchmal kann ein Außenstehender helfen, neue Wege und Lösungen zu finden.“ Innerhalb ihrer langjährigen Tätigkeit im Wächteramt mit Familien unterschiedlicher Herkunft, Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Paaren, Kindern und Jugendlichen habe sie sich intensiv mit deren Gefühlen wie Verzweiflung, Hoffnung, Groll und Angst auseinandergesetzt. „Mit viel Verständnis und Humor kamen wir den Ursachen ein Stück näher und fanden Lösungswege“.

Geschrieben habe sie immer schon, voller Leidenschaft. Folglich sei es nur konsequent gewesen, ihre Erfahrungen in schriftliche Form zu gießen – in gut zu lesende Sachbücher. Gedacht für Menschen, die Unterstützung benötigen oder sich fachlich gut aufstellen wollen, hat Sabas Wert darauf gelegt, nicht zu trocken zu schreiben.

„Ich teile in den Büchern viele Gedanken und viel Persönliches, aber auch auf den Punkt gebrachte Kritik am Kinder- und Jugendhilfesystem“, sagt die Mittdreißigerin. Sie empfinde es als eine Notwendigkeit, Eltern einen ehrlichen und durchsichtigen Einblick, vor allem in die Institution Jugendamt zu verschaffen, um Schwellenängste vor dieser Behörde zu nehmen.

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