Solinger zeigen ihre Gärten

Hat an der Turnerstraße ein kleines verwunschenes Paradies geschaffen, das Besucher in eine andere Welt einlädt: Gudrun Wilde. Fotos: Christian Beier

OFFENE GARTENPFORTE Das Interesse an grünen Oasen war am Wochenende so groß, dass Besucher ein bisschen Geduld brauchten.

Von Martina Röhn

Es ist im kleinen Merscheid nicht alltäglich, dass auf der Turnerstraße ein Stau entsteht und es Gerangel an der Gartentür zum Haus Nummer 33 gibt. Aber wer am Wochenende den Garten von Gudrun Wilde besuchen wollte, der musste ein kleines bisschen Geduld aufbringen, um in dieses Kleinod zu gelangen.

WEITERE TERMINEOFFENE GARTENPFORTE Die nächsten Termine sind am Samstag, 21. Juli, und am Sonntag den 22. Juli. TEILNEHMER In Solingen laden zu einem Besuch in ihre Garten-Oasen ein: Renate und Thorsten Ulbrich sowie Marcus Vogel, Bertramsmühler Weg 19-25; Regina und Georg Mark, Nußbaumstraße 33a sowie Andreas Ritter, Lützowstraße 101. www.offene-gartenpforte.deDenn auch bei Gudrun Wilde ist die Idee der „Offenen Gartenpforte“ buchstäblich auf „fruchtbaren Boden“ gefallen. Immer mehr Gartenbesitzer erkennen das Potenzial ihres Gartens, öffnen ihre Tore und freuen sich darüber, sich mit Besuchern auszutauschen, die „Frauenmantel“ nicht im Kleiderschrank suchen und bei „Ehrenpreis“ nicht an eine Auszeichnung für Veronica Ferres denken.

Auf fast 900 Quadratmetern hat Gudrun Wilde ein kleines Paradies geschaffen. „Sobald man den Garten betritt, ist man in einer anderen Welt“, sagt Jutta Sonnenschein. Da reihen sich Rosen an Pfingstrosen (Päonien), ein japanischer Hartriegel fällt auf, Brandkraut, Holunder und Herzblattlilien (Funkien) sind ebenfalls dabei. Wo der Platz im Beet nicht reicht, werden Töpfe benutzt. Durch Accessoires wie Tonvasen, bunte Flaschen und verspielte Stühle erscheint alles verwunschen und verträumt.

„Wir möchten Kunstund Natur verbinden.“

Regina und Georg MarkGartenliebhaber

Auch Georg und Regina Mark liegt die Natur am Herzen. Sie haben sich auf der Nußbaumstraße ein Refugium geschaffen, in dem die Gartenarbeit aus Freude und Meditation besteht. „Wir möchten außerdem Kunst und Natur verbinden“, sagt Georg Mark. Kleine Kunstwerke sind liebevoll integriert.

Im Garten von Andreas Ritter auf der Lützowstraße geht es italienisch zu. Ein alter Brunnen aus Ton begrüßt die zahlreichen Besucher mit seinem Geplätscher. Südländische schlanke Zypressen und eine weiße Blumenwiese begeistern nicht nur Karoline Sommerfeld. Sie besucht zum ersten Mal die „Offene Gartenpforte“ und ist von dem Konzept angenehm überrascht. „Die Bandbreite ist so vielfältig. Das macht einen besondern Reiz aus.“

Am Bertramsmühler Weg sind unterschiedliche „Gartenzimmer“ entstanden. Die Familien Ulbrich und Vogel haben sie mit sehr viel Liebe zum Detail geschaffen. Für Renate Ulbrich ist die Gestaltung der 8000 Quadratmeter großen Fläche Freizeit und Entspannung. Das Wort Arbeit möchte sie nicht gebrauchen. „Die Umsetzung immer neuer Ideen setzt positive Energien frei.“ Sie empfiehlt den Garten in unterschiedliche Bereiche einzuteilen, so können überraschende Perspektiven geschaffen werden.

Besucherin Karoline Sommerfeld nimmt einige Anregungen für ihren eigenen Garten mit. „Manches versuche ich umzusetzen“, sagt sie „und das Fachsimpeln mit anderen Besuchern war eine wertvolle Bereicherung.“

Weitere Fotos von Christian Beier gibt es unter: <a href="//www.solinger-tageblatt.de" target="_blank">//www.solinger-tageblatt.de</a>

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