Energiekrise

Strom und Gas: Solinger verbrauchen deutlich weniger

Gasverbrauch im Wochenvergleich.
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Gasverbrauch im Wochenvergleich.

Einsparungen liegen zwischen 10 und mehr als 50 Prozent.

Von Björn Boch

Solingen. In der Klingenstadt wird angesichts der Energiekrise deutlich weniger Gas verbraucht als in den Vorjahren. Das geht aus Zahlen der Solinger Stadtwerke (SWS) Netze hervor. „Einsparungen sind derzeit in allen Kundengruppen erkennbar, sowohl beim Gas- als auch beim Stromverbrauch“, erklärt SWS-Sprecherin Lisa Nohl auf Tageblatt-Anfrage.

In der ersten Novemberwoche lag der Verbrauch demnach rund 40 Prozent unter dem mittleren Verbrauch der vergangenen fünf Jahre (siehe Grafik). Ende Oktober hatte er sogar mehr als 50 Prozent unter diesem Mittelwert gelegen. Auch bei Strom wird gespart, allerdings weniger deutlich als beim Gas. Zwischen 10,4 und 21,3 Prozent weniger Strom benötigten die Solinger in den vergangenen beiden Wochen – Vergleichsbasis ist auch hier der Mittelwert der fünf vorherigen Jahre.

Passend dazu: Gemeinden in Solingen drehen die Heizungen herunter

Solingen: Energiepreise wurden erhöht

Aufgrund der Preisentwicklung im Energiesektor hatten die Stadtwerke wie viele andere Versorger ihre Preise teils drastisch erhöhen müssen. Seit 1. November werden für Gas rund 70 Prozent mehr fällig – in der häufigsten Abrechnungsklasse der Grundversorgung stieg der Preis von 9,04 auf 15,95 Cent. Beim Strom gelten ab 1. Januar mehr als 40 Prozent höhere Tarife. Der Preis steigt für alle privaten Abnehmer um 11,42 Cent pro Kilowattstunde auf 38,56 Cent brutto.

Die Ursache für die Einsparungen sehen die Stadtwerke nicht nur in den vergleichsweise hohen Temperaturen und dem guten Wetter. „Natürlich resultiert dieser reduzierte Verbrauch auch aus der deutlich milderen Witterung. Aus der Erfahrung heraus können wir aber sagen: Es gibt auch über diesen Wettereffekt hinaus spürbare Verbrauchsreduktionen“, berichtet Lisa Nohl.

Wie man Energie sparen kann – und wie nicht

Ob die Einsparungen vor allem von den Privathaushalten oder mehrheitlich von der Industrie kommen, darüber machten die Stadtwerke keine Angaben. In Summe sei allerdings klar zu spüren: „Die Solingerinnen und Solinger haben sich des Themas angenommen und geben ihr Bestes, um Energie zu sparen.“

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