Q & A

Solinger Unternehmen und Bürger können Luca-App schon nutzen

Bei der Nachverfolgungs-App „Luca“ müssen sich Unternehmen und potenzielle Kunden registrieren. Foto: Christian Beier
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Bei der Nachverfolgungs-App „Luca“ müssen sich Unternehmen und potenzielle Kunden registrieren.

Anwendung der Luca-App ist derzeit für Händler und Verbraucher kostenlos.

Solingen. Am Donnerstagabend informierte die Stadt darüber, dass die Corona-Nachverfolgungs-App „Luca“ des Musikers Smudo in Solingen bereits funktioniere. Das ST sprach darüber mit Dirk Wagner, dem Beauftragten für Digitalisierung bei der Stadt.

In welcher Form ist die Stadt bei dem Thema „Luca“ eingestiegen?

Da das Land Nordrhein-Westfalen sich noch nicht auf eine Nachverfolgungs-App festgelegt hat, hat auch die Stadt noch keine offizielle Empfehlung ausgesprochen. „Wir haben aber bereits interne Prozesse koordiniert, um die Luca-App an den Start bringen zu können“, erklärt Dirk Wagner. So wurde bereits geklärt, dass Luca mit Blick auf den Datenschutz sicher ist. „Zudem ist sichergestellt, dass das Solinger Gesundheitsamt die Daten, die von Luca übermittelt werden, verarbeiten kann.“

Welche Kosten haben die Stadt, die Unternehmen und die Nutzer?

Da die Stadt Solingen keinen Vertrag mit den App-Betreibern geschlossen hat, sind der Stadt auch keine Kosten entstanden. Auch Händler, Restaurants oder Veranstalter sowie die Solinger Bürger können die „Luca“-App kostenlos herunterladen und nutzen.

Wie kann man die App nutzen?

Interessierte Unternehmen können Luca schon jetzt herunterladen. Bei der Registrierung können seit Freitag die Solinger Postleitzahlen eingetragen werden. Auch zukünftige private Nutzer müssen sich die App auf ihr Handy laden. „Dabei müssen natürlich die persönlichen Kontaktdaten inklusive Telefonnummer angegeben werden. Diese sollen ja später genutzt werden, um mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen“, so Wagner.

Wie funktioniert der Einsatz?

Geschäfte oder Restaurants, welche die „Luca“-App einsetzen, müssen eine technische Möglichkeit schaffen, damit Kunden oder Besucher sich mit ihrem Smartphone einscannen können. „Das kann beispielsweise über ein Tablet oder ein Handy des Geschäfts gehen“, erklärt Dirk Wagner. Damit sind alle Kunden oder Besucher samt Zeitpunkt ihres Aufenthalts digital erfasst. Wird ein Nutzer positiv auf Corona getestet, muss er das allerdings aktiv in der App eingeben. „Erst wenn der Nutzer seine Daten freigibt, werden sie auch von der App freigeschaltet und digital an das Gesundheitsamt übermittelt“, erklärt Dirk Wagner.

Ist abzusehen, ob das Angebot kostenlos für Nutzer bleibt?

Das ist ein marktwirtschaftlicher Prozess. Whatsapp beispielsweise sei anfangs auch kostenlos gewesen, später wurde ein kleiner Betrag von zwei Euro erhoben, erklärt der Digitalisierungsexperte.

Warum hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Lizenz für 440 000 Euro gekauft?

Der landesweite Einsatz der App ermöglicht wohl den Einsatz in weiteren Bereichen, etwa der Dokumentation. Das Land NRW steht da noch in Gesprächen mit den Kommunen und dem Betreiber.

Ist Luca in Solingen schon im Einsatz?

Waldemar Gluch, Vorsitzender des Initiativkreises Solingen, beispielsweise hat in seinem Fotostudio Flic Flac die App schon installiert.

Hier finden Sie die neuesten Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen

Standpunkt: „Luca“ braucht Mitmacher

simone.theyssen-speich@solinger-tageblatt.de

Kommentar von Simone Theyßen-Speich

Dass mit der Luca-App jetzt tatsächlich eine digitale Nachverfolgungsmöglichkeit einsatzbereit ist, ist eine gute Nachricht. Man darf aber auch von Luca keine Wunder erwarten. Wie auch die vom Bund vergangenes Jahr eingesetzte Corona-Warnapp hat sie eine Schwachstelle: den Menschen und seine Bereitschaft, ein positives Testergebnis freiwillig in der App einzugeben. Denn nur dann kann Luca die Kontaktdaten ans Gesundheitsamt freigeben. In anderen Staaten, etwa im Fernen Osten, in denen diese Daten automatisch übermittelt werden, nimmt man es halt mit dem Datenschutz und den freien Bürgerrechten nicht so genau. Aber jeder sollte ein Interesse daran haben, Positiv-Kontakte schnellstmöglich herauszufinden und Infektionsketten zu stoppen. Eine funktionierende Luca-App könnte die Eintrittskarte in Geschäfte, Restaurants oder Veranstaltungen werden – wenn sich alle an die Regeln halten.

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