Projekt der Wirtschaftsförderung

Unternehmen in Solingen sollen umdenken

Hat schon umgedacht: Die Solinger Yogalehrerin Susanne Andersen holt per Internet die ganze Welt in ihr Studio. Archivfoto: Michael Schütz
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Hat schon umgedacht: Die Solinger Yogalehrerin Susanne Andersen holt per Internet die ganze Welt in ihr Studio.

Vor knapp fünf Wochen startete ein entsprechendes Projekt.

Von Sven Schlickowey

Solingen. Ein Zeltverleiher, der kontaktlose Begegnungsstätten in Altenheimen schafft, ein Foodtruck, der vakuumierte Gerichte für zuhause anbietet, eine Yogalehrerin, die Unterricht per Internet erteilt – die aktuelle Krise hat viele Solinger Unternehmen zum Umdenken gebracht. Geht es nach der Wirtschaftsförderung Solingen (WfS), wird sich dieser Prozess fortsetzen – auch über das Ende der Pandemie hinaus.

Vor knapp fünf Wochen startete ein entsprechendes Projekt. Unter #Umdenken und auf der dazugehörigen Internetseite soll Solinger Unternehmern geholfen werden, „ihr Unternehmen und ihr Geschäftsmodell für die Zeit während und nach der Krise zu hinterfragen und zu optimieren“, wie es Rainer Becker von der WfS ausdrückt. Die Teilnahme sei gratis und werde sowohl von Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung als auch von Experten aus der Region erbracht.

Solingen: Mehr als 60 Expertinnen und Experten registriert

Mehr als 60 Expertinnen und Experten hätten sich bereits über die Internetseite registriert, so Becker. Bis zu 40 Stunden Arbeits- und Beratungszeit – branchenübergreifend und interdisziplinär – seien je Teilnehmer vorgesehen. Am Ende des „eigens definierten Prozesses“ stehe dann jeweils eine Auswertung mit Lösungsansätzen.

Wie das aussehen kann, das zeigen auch Beispiele auf der Internetseite des Projekts. Darunter Susanna Andersen. Die Yogalehrerin wich zu Beginn der Corona-Zeit von ihrem Studio ins Internet aus. Bestandskunden konnten ihre Videos kostenfrei nutzen, für andere richtete sie ein Bezahlsystem ein. So könne sie sich theoretisch die ganze Welt ins Studio holen, sagt Andersen. Auch Schüler aus anderen Regionen könnten sich zukünftig von ihr unterrichten lassen: „Das wäre auch nach der Krise denkbar.”

Trotz der vielen Beispiele und registrierten Experten ist das Projekt ausdrücklich noch nicht abgeschlossen. Einzelhändler, Gastronomen und andere Unternehmer aus Solingen seien weiterhin eingeladen, sich zu beteiligen, so Becker: „Mit vollem Einsatz hoffen wir, dass bald wieder bessere Zeiten auf uns alle und den Wirtschaftsstandort Solingen zukommen werden.“

umdenken-solingen.de

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