Gründerwettbewerb

Solinger Unternehmen räumt beim Berg-Pitch ab

Reichlich Technik war in der Alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums für die Berg-Pitch-Übertragung aufgebaut. Vor Ort befanden sich nach einem negativen Corona-Schnelltest die Teilnehmer, die sechsköpfige Jury sowie die Moderatoren und das Technik-Team. Foto: Christian Beier
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Reichlich Technik war in der Alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums für die Berg-Pitch-Übertragung aufgebaut. Vor Ort befanden sich nach einem negativen Corona-Schnelltest die Teilnehmer, die sechsköpfige Jury sowie die Moderatoren und das Technik-Team.

Beliebter Gründerwettbewerb fand erstmals als Hybrid-Veranstaltung statt

Solingen. Ihre Technologie kommt in Indonesien, Vietnam und Indien zum Einsatz – der Sitz der Plastic Fischer GmbH ist jedoch Gräfrath. Das Solinger Start-up war am Donnerstagabend der große Gewinner beim Berg-Pitch. Die simple Lösung, Flüsse von Plastikmüll zu befreien, setzte sich gegen vier Jungunternehmen durch.

Bereits zum achten Mal fand der beliebte Gründerwettbewerb statt – coronabedingt erstmals als Hybrid-Veranstaltung. Einlass in die Alte Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums (GuT) erhielten lediglich die Wettbewerbsteilnehmer, die sechsköpfige Jury sowie die Moderatoren und das Technik-Team. Voraussetzung war ein negativer Corona-Schnelltest.

„Das hat ein bisschen was vom Aktuellen Sportstudio.“

Moderator Jan Hölter über den Livestream beim Berg-Pitch

In der Spitze verfolgten rund 170 Zuschauer per Livestream die je sechsminütigen Präsentationen der Gründer. Genauso viel Zeit stand im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Online konnte das Publikum für seinen Favoriten abstimmen.

Den besten Eindruck hinterließ Karsten Hirsch. Er ist Geschäftsführer und einer der Gründer von Plastic Fischer. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, eine kostengünstige Technologie zu entwickeln, „die effektiv Plastik aus Flüssen entfernt, bevor es für immer zu Meeresplastik wird“. Gelingen soll das mit recht einfachen Müll-Barrieren in den Strömen. Die Bevölkerung vor Ort wird eng in den Prozess eingebunden, erläuterte Hirsch. Dies soll einerseits Jobs schaffen. Auf der anderen Seite erhofft sich Plastic Fischer dadurch ein größeres Bewusstsein für die Probleme, die die Plastikflut in den Weltmeeren verursacht.

Finanziert wird das Projekt über Plastic Credits. Die Idee: Umweltbewusste Firmen können das Vorhaben unterstützen, um plastikneutral zu arbeiten – ähnlich wie beim CO2-Fußabdruck. Einstweilen kann sich Plastic Fischer als Berg-Pitch-Sieger unter anderem über 4000 Euro freuen. Zudem fiel die Wahl in der Kategorie kreativster Vortrag auf Hirsch. Als Belohnung winkt ein dreimonatiges Start-up-Coaching.

Den zweiten Platz und 1000 Euro gab es für Compounder. Die Firma hat sich auf die Fahne geschrieben, mit ihrer Plattform die Studienbewerbung und das Bewerbermanagement für Hochschulen zu vereinfachen. Das Treppchen komplettiert Heuremo. Das Start-up hat eine digitale Lösung entwickelt, die Touren- und Beladungspläne in der Transportbranche zu optimieren. Auf den Plätzen vier und fünf landeten die Familien-App Kid-Coins und Sales2B (datenbasierter Business-to-Business-Vertrieb).

Alle Gründer wussten seit mehr als einem Jahr von ihrer Teilnahme am Berg-Pitch. Der sollte eigentlich bereits am 3. März 2020 stattfinden. An diesem Tag war der Gründerwettbewerb erstmals in der Uni Wuppertal geplant. Doch die Veranstaltung fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Dementsprechend froh zeigte sich GuT-Geschäftsführer Frank Balkenhol, dass die Unternehmer nach mehr als einem Jahr Wartezeit endlich an den Start gehen konnten.

„Heute nur in die Kamera zu sprechen, ist nicht leicht“, gestand GuT-Prokurist Sven Wagner. „Das hat ein bisschen was vom Aktuellen Sportstudio“, scherzte sein Moderatoren-Kollege Jan Hölter. Doch die digitale Premiere ging – abgesehen von kleineren Problemen mit der Internetverbindung – nahezu reibungslos über die Bühne. Nichtsdestotrotz hofft Wagner, beim 9. Berg-Pitch wieder Live-Publikum begrüßen zu dürfen.

Wegen der Pandemie fiel der Berg-Pitch im vergangenen Jahr aus. Davor hatte das Start-up „Verpackmeinnicht“ den 7. Berg-Pitch gewonnen.

Gründerwettbewerb

Der Berg-Pitch ist eine Veranstaltung des Coworkit und des Softwareunternehmens Codecentric. Seit Dezember 2016 fand der Gründerwettbewerb achtmal statt. Mit Ausnahme der ersten und der aktuellen Ausgabe war der Codecentric-Standort an der Hochstraße jeweils der Austragungsort. Zu den Sponsoren und Unterstützern des Berg-Pitch gehören unter anderem die Stadt-Sparkasse Solingen, die Bergische Krankenkasse, die Wirtschaftsjunioren Solingen und Wuppertal sowie die Bergische Braukunst.

www.berg-pitch.de

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