Schwimmfähigkeit von Jugendlichen hat gelitten

Solinger Turnerbund überlässt der Halfeshof-Schule Wasserzeiten

Zusammen mit dem STB hat der Halfeshof ein Schwimmprojekt für Jugendliche gestartet. Foto: Christian Beier
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Zusammen mit dem STB hat der Halfeshof ein Schwimmprojekt für Jugendliche gestartet.

Jugendliche können ihr Schwimmabzeichen machen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Die Schwimmfähigkeit vieler Kinder und Jugendlicher hat in der Corona-Pandemie gelitten. Das gilt auch für die Schüler der Förderschule Halfeshof unter der Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). „Wir haben zum Teil auch 18-Jährige auf Seepferdchen-Niveau“, sagt Lehrer Stefan Zarda. Mit Unterstützung des Landessportbunds und des Solinger Turnerbunds (STB) konnte die Schule nun mit dem Projekt „Halfeshof schwimmt“ ihren Schwimmunterricht wieder aufnehmen. Jeden Mittwochnachmittag können die Jugendlichen seit Beginn des Schuljahres im Klingenbad ins Wasser.

Knackpunkt waren neben der Pandemie auch fehlende Schwimmzeiten. Früher hatte die Einrichtung auf ihrem Gelände ein eigenes Hallenbad, das es seit 2016 jedoch nicht mehr gibt. Da die Schule zunächst keine Zeiten im Klingendbad oder im Familienbad Vogelsang bekommen habe, habe er sich an den STB gewandt, berichtet Zarda. Über den Landessportbund seien schließlich 1000 Euro aus einem Programm zur Verfügung gestellt worden, das die Kooperation von Schulen und Vereinen fördert. „Der STB stellt uns dafür Wasserzeiten zur Verfügung“, freut sich Zarda. „Bei Bedarf stellt der Verein auch einen Übungsleiter.“ Das Projekt sei vorerst für das erste Schulhalbjahr gesichert.

Durch Schulwechsel hatten viele keinen Schwimmunterricht

Die rund 100 Jugendlichen der LVR-Förderschule im Alter von 12 bis 18 Jahren – darunter vier Mädchen – können nun ein Schwimmabzeichen ablegen. „Sie sind sehr motiviert“, lobt Zarda. „Einige haben schon das Bronze- oder das Silber-Abzeichen.“

Zahl der Nichtschwimmer wird in Solingen steigen

Dass jedoch auch Schüler auf Seepferdchen-Niveau dabei seien, liege an häufigen Schulwechseln. „Wenn sie von Schule zu Schule gesprungen sind, hatten sie oft keinen kontinuierlichen Schwimmunterricht.“ Bei den Älteren gebe es zudem eine Hemmschwelle. Da sei es hilfreich, dass die Halfeshof-Gruppen mittwochs im Klingenbad unter sich seien. „Aber wenn sie erstmal im Wasser sind, sehen sie schnell kleine Erfolge“, beschreibt Zarda.

In Gruppen von zehn Schülern geht es dann gerade für die Anfänger darum, Ängste zu überwinden, zum Beispiel beim Tauchen. Und Schritt für Schritt für das Bronze-, Silber- oder Gold-Abzeichen zu üben. Dass die Schüler sicher schwimmen können, sei unabdingbar: „Wenn wir Ausflüge unternehmen und zum Beispiel Kanu fahren, brauchen sie die Schwimmfähigkeit, um teilnehmen zu können.“

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