Kooperation

Solinger Trinkwasser kommt seit 50 Jahren aus Baumberg

2009 wurde das Wasserwerk Baumberg umfassend saniert. Foto: Stadtwerke Solingen
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2009 wurde das Wasserwerk Baumberg umfassend saniert.

Kooperation mit den Hildenern Stadtwerken.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Bevölkerung sicher mit Trinkwasser versorgen zu können, ist heute wie vor 50 Jahren die Grundlage und das Ziel der Kooperation der Stadtwerke Solingen und Hilden. Der runde Geburtstag war für die Stadtwerke Solingen ein Grund, sich einmal genauer mit diesem Zusammenschluss zu befassen – und das Plus herauszustreichen. Speziell für Solingen liegt er darin, auch in langen regenfreien Perioden keine Trinkwasser-Rationierung fürchten zu müssen. Das Grundwasser aus der Brunnenanlage Karnap und das Rhein-Uferfiltrat aus Baumberg gemeinsam sei auch in den drei vergangenen sogenannten „Dürresommern“ nie knapp geworden, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Hilden, Hans-Ulrich Schmidt. Für Solingen sei das Wasser aus dem Wasserwerk Baumberg, das an gleicher Stelle steht wie der früher als „Wasserwerk Karnap“ bekannte Vorgänger, ein wichtiges Backup betonte Solingens Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schwarberg. Sollte die als Jahresspeicher bemessene Sengbachtalsperre an ihre Grenzen kommen, um die Stadt ausreichend zu versorgen, könnte man auf Kapazitäten aus der Großen Dhünn-Talsperre zugreifen, einem Mehrjahresreservoir, auch für die Städte Wuppertal, Remscheid und Leverkusen. Das sogenannte Karnap-Wasser sei aber in extrem trockenen Sommern die sicherste Bank.

1976 floß erstmals Trinkwasser aus dem neuen Wasserwerk Baumberg nach Solingen, fünf Jahre hatte es gedauert bis die beiden Städten auch eine neue Anlage – statt des alten Wasserwerks Ohligs beziehungsweise Karnap – vorweisen konnten. 2009 wurde das alte Wasserwerk Baumberg abgerissen und das nebenstehende alte Wasserwerks Hilden-Karnap, das heute als Wasserwerk Baumberg bekannt ist, umfassend saniert.

An der Wasserwerk Baum-berg GmbH halten die Stadt-werke Hilden und Solingen je-weils 50 Prozent. Fünf Mitarbeiter vor Ort sorgen für die Förderung der rund fünf Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die sich auf die Städte Hilden, Langenfeld – und normalerweise nur zu einem sehr kleinen Teil – und Solingen verteilen. Dieser Anteil könne bei Bedarf jederzeit problemlos gesteigert werden. „Wir haben ausreichend Fördervolumen“, betont Hans-Ulrich Schmidt.

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