Senegal

Solinger Spendengelder machen Selbsthilfe möglich

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Emma Köneke und Lisa Brandstäter feierten mit den Frauen den wunderbar funktionierenden Trockenofen.

Der Solinger Verein Baobab brachte Frauen im Senegal einen solarbetriebenen Trockenofen für Fische.

Von Susanne Koch

Solingen. Sie hat es trotz ihres zurückliegenden Herzinfarktes wieder getan: Lisa Brandstäter war in Afrika. Sie reiste Ende Februar für vier Wochen in den Senegal. Dieses Mal begleitet von ihrer Nichte Emma Köneke. Die heute 18-Jährige hatte bereits mit fünf Jahren zu ihrer Tante gesagt, dass sie mit nach Afrika fahren möchte.

Begeistert kam sie von ihrer ersten Afrika-Reise zurück und gab ihrer Tante das Versprechen, den Verein Baobab mit seinen Projekten weiter unterstützen zu wollen. Dieses Mal hatten die beiden mit Hilfe von Geldern der Solinger Soroptimistinnen und dem Verein Solingen hilft einen zweiten Trockenofen gekauft. „Wir sind darüber sehr dankbar“, sagt Lisa Brandstäter. „Ohne die Spendengelder hätten wir dort nicht die Hilfe leisten können, die wir geleistet haben.“ Auf Anraten von Abib Diouf, dem Neffen von Abdou Diouf, einem langjährigen Bekannten von Lisa Brandstäter, kauften sie im Senegal einen solarbetriebenen Trockenofen, in dem nun Fische getrocknet werden.

Dieses Mal sind die beiden in den Norden des westafrikanischen Landes gefahren. „Wir haben mitten in St. Louis in einem Hotel übernachtet und uns die Stadt angeguckt“, erzählt Lisa Brandstäter. „Am Anfang unseres Besuches haben wir die Frauengruppe besucht, um uns ein Bild von den Frauen und ihrem Ansinnen zu machen, und zum Schluss haben wir sie besucht, als sie den Ofen schon in Gebrauch genommen hatten“, erklärt Lisa Brandstäter. „Wir wurden mit einem kleinen Fest verabschiedet.“

2003 war Lisa Brandstätter zum ersten Mal Teilnehmerin der Bürgerreise des Freundschaftsvereins Solingen-Thiés. „Das Land und seine Menschen haben mich nicht mehr losgelassen“, sagt sie. 2006 gründete sie in Solingen den Verein Baobab. „Wir haben ihn nach dem Affenbrotbaum benannt, weil er nicht nur seine Früchte gibt, sondern den Menschen im Senegal etwas Besonderes bedeutet.“ Der Verein wurde gegründet, um Frauen zu unterstützen. Schnell fand sie einen Kreis von engagierten Solingerinnen, die mit ihr viele Jahre lang, das afrikanische Fest im Südpark ausrichteten. „Wir haben den Menschen senegalesische Gerichte angeboten“, sagt sie. „Und im Senegal hergestellte, Kleidung, Schmuck und Instrumente verkauft.“

Inzwischen sei sie selbst, aber auch ihre Mitstreiterinnen zu alt geworden, um solch ein Fest zu organisieren. Und in diesem Jahr käme Corona noch hinzu. „Aber unterstützen wollen wir die Frauen im Senegal immer noch.“

Emma Köneke studiert jetzt in Hannover Medienmanagement. „Sie ist aber weiterhin sehr interessiert, was sich in Afrika und eben besonders im Senegal entwickelt“, erklärt ihre Tante Lisa Brandstäter.

Die Frauengruppe in dem Dorf Pout an der Route National Dakar im Senegal zwischen Thiès und Dakar hat Grund zur Freude: Lisa Brandstäter, die Gründerin und Vorsitzende des Vereins Baobab – Hilfe für Frauen im Senegal, hat vor Ort für mehr als 5000 Euro einen Dörrofen herstellen lassen und ihn der Gruppe zur Verfügung gestellt.

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