„Die Macht aus dem Schacht“

Solinger schreibt Song für den FC Erzgebirge Aue

Markus Klein komponiert stadiontauglichen Blues für die sächsische Partnerstadt.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Ob der von Markus Klein geschriebene Song „Die Macht aus dem Schacht“ am 21. Januar gegen den Abstieg beim Heimspiel von Aue aus der Dritten Liga helfen wird, ist ungewiss. Aber, dass der rockige Blues absolut stadiontauglich ist und mit seinem eingängigen Refrain, „Wismut Aue“ – , wie der Verein trotz Namensänderung immer noch inoffiziell heißt – Mitgrölpotenzial hat, steht außer Frage. Der Schlachtruf der FC-Erzgebirge-Aue-Fans geht ins Herz und ins Blut und erinnert zugleich an große Zeiten des Vereins, als der Club noch zu den Aushängeschildern des ostdeutschen Fußballs gehörte.

Für den FC Erzgebirge Aue hat Markus Klein einen Song geschrieben. Der soll jetzt auch zur Eröffnung der zweiten Saisonhälfte im Stadion gespielt werden, erzählt er.

Er habe das Stück im vergangenen Frühling spontan und sehr emotional „runtergeschrieben“, verrät dessen Schöpfer Markus Klein, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und langjähriger Kopf der Blues–Band The Blue Baboon. Seit 2006 besteht in Aue eine Dependance seiner Kanzlei; lange Jahre war Klein für den dortigen Traditionsfußballverein tätig.

Klein mag und respektiert den spürbaren Zusammenhalt des Vereins, der für die vom Bergbau geprägte Region steht. Immer wieder konnte er sich gegen wirtschaftlich deutlich stärkere Gegner im bezahlten Fußball behaupten, erzählt er anerkennend.

Mehrfach hatte sich der Verein nach vollzogenem Abstieg in die dritte Liga wieder hochgearbeitet und konnte zum Teil recht stabil im Mittelfeld bestehen.

Die drei Song-Strophen bringen zum Ausdruck, was den Erzgebirger bewegt: Die Liebe zu den Veilchen, das Wiederaufstehen nach dem Abstieg und das aus der Wismut-DNA rührende Gemeinschaftsgefühl. Ein langes „Wir“ über 4 Takte zeigt auf, was den Erfolg ausmacht, nämlich: Es geht nur gemeinsam.

Treibender Bass spielt auf die Dynamik des Vereins an

Acht Instrumente kommen im Song zum Einsatz: Gitarre, Ukulele, Blues Harp, Tuba, Posaune, Basstrompete, Akustikbass und Klavier. „Alle Instrumente habe ich in zahlreichen Tonspuren nacheinander eingespielt und natürlich zum Schluss auch eingesungen“, sagt Klein, nicht ohne berechtigten Stolz. Seit 1981 mischt er in der Solinger Musikszene mit, seit 1984 mit eigener Band. „Der Stil entspricht der bluesigen Musik vieler Rockbands im Erzgebirge“, sagt er. „Ich empfehle den Titel nicht auf dem Handy, sondern mit Anlage zu hören, damit man den treibenden Bass hört, der den Groove ausmacht, welcher die Dynamik dieses unvergleichlichen Vereins widerspiegelt“.

Mit The Blue Baboon steht er in erster Linie für eigene Kompositionen. „Wenn wir covern, dann so, dass wir die Stücke unserem eigenen erdigen Stil anpassen“, sagt Klein. In früheren Zeiten hat die Gruppe schon so manchen Erfolg für sich verbuchen können, etwa die Teilnahme an Jazz-Nacht im Rhein-Ruhr-Zentrum.

„Die Macht aus dem Schacht“

Es war schon immer so.

In Gemeinschaft sind
wir froh.

Am Wochenende geht's zum Spiel.

Man macht hier, was man kann,

steht zusammen,
wie ein Mann

Und pflegt dabei ein
großes Ziel.

Refrain:

Wismut Aue,

Wismut Ae,

Wismut Aue,

Wismut sind wir!

(Wir sind die) Macht, Macht, Macht aus dem Schacht (auch viermal)

Man hat nicht immer Glück.

Manchmal wirft es uns
zurück.

Zweifeln, wie schaffen wir das bloß.

Wir geben niemals auf,

sondern stehen wieder auf,

Dann geht es halt
von vorne los

Refrain

Es ist nicht lange her.

Gruben Löcher in den Berg.

Nur gemeinsam ging es Hand in Hand.

Die Arbeit war schon schwer,

doch wir stützen uns
dann sehr

Zwischen uns da gibt's ein lila Band

Refrain

Rubriklistenbild: © Christian Beier

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