Messer-Gabel-Scheren-Markt

Solinger Schneidwaren begeistern die Besucher

Der Messer-Gabel-Scheren-Markt im LVR-Industriemuseum hatte am Wochenende regen Zulauf. Foto: Andreas Horn
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Der Messer-Gabel-Scheren-Markt im LVR-Industriemuseum hatte am Wochenende regen Zulauf.

Messer-Gabel-Scheren-Markt lockte mehr als 4000 Gäste in die ehemalige Gesenkschmiede.

Von Karl-Rainer Broch

Der Messer-Gabel-Scheren-Markt am Wochenende war wieder das Ziel von weit mehr als 4000 Besuchern, nicht nur aus der Klingenstadt und ganz Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüber hinaus. 26 Schneidwarenhersteller zeigten eine umfassende Auswahl ihrer Produkte – alle „Made in Solingen“ – und lockten überdies mit Messe-Sonderpreisen. Die Preisspanne reichte von 50 Cent für eine kleine Pinzette bis zum handgefertigten Messer im vierstelligen Bereich.

Lesen Sie auch: So war der Markt im vergangenen Jahr

Zum ersten Mal organisierte Museumsdirektorin Nicole Scheda die Messe und war zufrieden: „Der Markt ist das Aushängeschild des LRV-Industriemuseums.“ Besonderes Lob spendete sie den ausstellenden Firmen: „Sie sind gerne hier, sind keine Konkurrenten, sondern pflegen auch die Vernetzung untereinander.“ Der Veranstalter erhält jedes Jahr Anfragen von weiteren Herstellern, aber wegen des beschränkten Platzangebotes in der ehemaligen Gesenkschmiede Hendrichs können nicht mehr Bewerber angenommen werden.

Was erwartet die Besucher?

Den Ruf als Schneidwarenzentrum pflegen die Firmen mit hochwertigen Mustern zum Verkauf und informieren auch über die Neuheiten des laufenden Jahres. Zum Beispiel zeigt Ralf Moritz (Textilia) eine Schneiderschere mit neuer Schnitttechnik, die problemlos Leder, Filz und Folien bearbeitet: „Wer die probiert hat, nimmt auch eine mit.“

Friedrich Engels & Cie. hat ein spezielles Seniorenmesser entwickelt. Frank Kotthaus: „Heft und Klinge des Zöppkens sind länger und daher besser zu handhaben.“ Rainer Morsbach erregt Aufmerksamkeit mit dem Nullhandmesser, das für den USA-Export konzipiert wurde und sich an der Hose ohne Handberührung öffnen lässt. Rigo Kirschner (Emil Schmidt) zeigt ein Brotmesser mit geschwungener Form und einem Bügelgriff wie bei einer Holzsäge: „Die Hand rückt von der Schneide weg, und Leute mit Rheuma oder Gicht können besser schneiden.“

Welche Trends kann man beim Rundgang feststellen?

An der grundsätzlichen Handhabung der Schneidwaren lässt sich nichts ändern, aber kleine Details wie verschiedene Griffmaterialien regen zum Kauf an. Triangle hat das Wiegemesserset Soul mit Holz von Kirsch, Walnuss und Pflaume ausgestattet. Bei Böker gibt es ein Kochmesser, dessen Griff aus den Stützbalken des renovierten Bergfrieds auf Schloss Burg stammt. Bei RSC hat man umweltorientiert die Kunststoffgriffe durch Pflaumenholz aus Europa ersetzt. Jagdmesser-Hersteller Hubertus hat den klassischen Nicker aus Karbonstahl mit Wasserbüffelknochen versehen. Beate Ritter: „Unsere Kunden sind Jäger, die eine Auswahl von über 400 Messern haben.“

Was beeindruckt die Besucher besonders?

FÖRDERVEREIN

INDUSTRIEMUSEUM Der Messer-Gabel-Scheren-Markt wäre ohne die Unterstützung des Fördervereins kaum möglich. Die Mitgliedschaft kostet 15 Euro im Jahr, die Mitglieder erhalten alle Veranstaltungshinweise sowie freien Eintritt in die anderen Industriemussen im Rheinland.

www.foerderverein-rimsg.dee

Zum ersten Mal dabei ist Matthias Leimküller am Stand von Dreiturm und zeigt exklusive Einzelstücke: „Mir reichen in der Werkstatt ein alter Pließtbock, eine Standbohrmaschine und große Schubladen mit Feilen.“ Vor dem Kauf kann man die Messer auch ausprobieren, zum Beispiel bei Güde. Claudia Born: „Wer zum ersten Mal hier ist, wird von uns liebevoll zum guten Messer missioniert.“

19. MesserGabelScherenMarkt

 © Andreas Horn
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