Negativ-Auszeichnung

Solinger Museum Plagiarius zeigt die Fälschungen des Jahres

Wahrlich kein Objekt der Begierde: Der schwarze Gartenzwerg mit goldener Nase ist eine Negativ-Auszeichnung für Fälschungen. Foto: Tim Oelbermann
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Wahrlich kein Objekt der Begierde: Der schwarze Gartenzwerg mit goldener Nase ist eine Negativ-Auszeichnung für Fälschungen.

Gerade hat die Aktion Plagiarius die Negativ-Auszeichnung wieder an acht „Preisträger“ vergeben. Bei einem Rundgang durch das Haus am Südpark sieht man alle Fälschungen und die dazugehörigen Originale.

Von Andreas Römer

Solingen. Diesen Gartenzwerg stellt sich niemand in den Vorgarten, steht das schwarze Kerlchen mit der goldenen Nase doch als Symbol für dreiste Nachahmungen. So will sicher keines der schwarzen Schafe auf sich aufmerksam machen. Gerade hat die Aktion Plagiarius die Negativ-Auszeichnung wieder an acht „Preisträger“ vergeben. Alle Fälschungen und die dazugehörigen Originale sind wie die Vorgänger der letzten 46 Jahre seit Freitag im Museum Plagiarius zu bestaunen.

Mit der Sonderauszeichnung des „Hyänen-Preises“ wurde der TwinKey aus Wuppertal ausgezeichnet. Hersteller Knipex hat allein in den letzten drei Jahren 9 500 Online-Angebote von Fälschungen des genialen Schaltschlüsselschrankes unterbinden lassen. Ein externer Dienstleister hat mittlerweile die Suche im Netz übernommen, weil der Aufwand, um den dreisten Fälschern auf die Schliche zu kommen, für das Unternehmen zu groß geworden ist. „Es geht um unser geistiges Eigentum und vor allem um unseren guten Namen“, sagt Stefan Saltenbrock, Knipex-Justiziar. Minderwertige Qualität der Plagiate falle eben doch auf den Firmennamen zurück, vom wirtschaftlichen Schaden einmal ganz abgesehen.

Museum Plagiarius zeigt aktuelle Fälschungen

Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.
Die neuesten Plagiate im Museum Plagiarius.  © Tim Oelbermann

Die Fälscher machen vor keiner Produktgruppe halt, das wird beim Rundgang durch das Solinger Museum klar: Designprämiertes, nachhaltiges Minibesteck (1. Preis), Druckmessgeräte aus dem Maschinenbau (2. Preis) oder ein Axial-Schrägkugellager, bei dem gleich auch noch die Verpackung und Herstellerzertifikate der Firma Schaeffler frech kopiert werden (3. Preis) – kein Hersteller kann sich sicher sein. Aber auch von Künstlerhand entworfene Hemden oder Radzierblenden von VW: Es gibt nichts, von dem es nicht billige und schlechte Kopien zu kaufen gibt.

„Jeder sollte bei Billigangeboten im Netz vorsichtig sein“, warnt Christine Lacroix von der Aktion Plagiarius. Häufig sei die Ware minderwertig und sogar gefährlich. Mit dem Verein Plagiarius wolle man die Hersteller schützen und vor allem auch die Verbraucher sensibilisieren. „So plumpe Eins-zu-Eins-Kopien sind juristisch nicht erlaubt und moralisch verwerflich“, findet Lacroix. Wer mehr wissen will, besucht am besten das Museum Plagiarius. Am Südpark gibt mehr als 350 Plagiate zu bestaunen.

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