Versorgung von Armen und Bedürftigen

Solinger Mediziner demonstriert vor Brandenburger Tor

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Dr. Christoph Zenses demonstrierte mit dem Medimobil vor dem Brandenburger Tor.

Dr. Christoph Zenses demonstrierte vor dem Brandenburger Tor für eine ausreichende medizinische Versorgung von Bedürftigen.

Uli Preuss berichtet aus Berlin

Am Dienstagabend war das Medimobil aus Solingen eins von zehn Fahrzeugen, die vor das Brandenburger Tor rollen durften. Das Tageblatt begleitete Zenses auf seiner Protestfahrt.

Eine Hinfahrt mit Schnee und glatten Straßen. Doch Dieser Abend ist klar und kalt. Kalt wie die soziale Situation, in der sich Millionen Menschen in der Bundesrepublik und auch zunehmend Bürger aus der Klingenstadt befinden. Wer arm ist, wird in Deutschland nur unzureichend medizinisch versorgt. Wer arm ist, stirbt früher. 

Die Demonstranten am Brandenburger Tor fordern: Gesundheit muss ein Menschenrecht werden. Zwischen 17.30 und 18 Uhr durften am Dienstagabend zehn Kältebusse und Gesundheitsmobile aus Mainz, Lübeck, Hamburg, Berlin, Würzburg und Solingen über den Westzugang vor das Brandenburger Tor rollen. Dort wurden die Schiebetüren geöffnet, das Innere gezeigt. „Wir wollen uns stark machen für eine bessere Versorgung von armen Patienten", sagt Dr. Christoph Zenses, den das Solinger Tageblatt auf seiner Protestfahrt begleitet. 

Zenses versorgt in Solingen neben seiner Alltagsarbeit als niedergelassener Arzt die Armen der Klingenstadt. Aus Tafel, aus Medimobil und aus der "Praxis ohne Grenzen" sind er, weitere Dutzende Mediziner aus dem Solimed-Netzwerk sowie Rot-Kreuz-Sanitäter und Arzthelferinnen wie die Mitreisende Anja Kolle-Meier nicht mehr wegzudenken.

In Berlin ist Christoph Zenses mit seiner kleinen Solinger Delegation Teilnehmer des Kongresses "Armut und Gesundheit". Der findet zum 23. Mal in Berlin statt, über 2000 Mediziner und Interessierte nehmen daran teil. Das Interesse aus der Politik hält sich in Grenzen. Fachpolitiker aus Bund und Land sind geladen, werden bis zum Abend bei den Diskussionen und Vorträgen jedoch nur spärlich gesehen.

Uli Preuss berichtet derzeit aus der Hauptstadt. Seine Reportage zu Demo und Kongress lesen Sie in unserer Freitagsausgabe.

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