In mehreren Ateliers

Solinger Künstler präsentieren HR Gigers „Dark Art“

Jörg Czwikla stellt ab dem 5. Januar Exponate seiner Sammlung mit Werken des Dark-Art-Künstlers HR Giger im Südpark aus. Foto: Uli Preuss
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Jörg Czwikla stellt ab dem 5. Januar Exponate seiner Sammlung mit Werken des Dark-Art-Künstlers HR Giger im Südpark aus.

In einer Weltpremiere zeigt der Sammler Jörg Czwikla aus Duisburg seine Schätze der Kunst des Oscar-Preisträgers aus der Schweiz.

Von Philipp Müller

Am ersten Samstag im neuen Jahr wird im Südpark eine Weltpremiere gefeiert. Der Duisburger Sammler der „Dark Art“ des Schweizer Stars HR Giger, Jörg Czwikla, öffnet seine Schatzkammer und zeigt in Solingen viele Exponate. Dafür reicht in den Güterhallen nicht nur ein Atelier. In der Galerie Andersartig und in der des Künstlerpacks wird das Schaffen Gigers durch Plakate, Originale, Skulpturen und Fotos mehr als sichtbar. Präsentiert wird die Schau von den Solinger Künstlern Janine Werner und Ingo Schleutermann

HR Giger wurde in den 1970er Jahren zum weltweiten Start der Szene für „Dark Art“. Damit sind meist düstere Fantasiewelten gemeint, die Künstler in der Regel in schwarzen und weißen Tönen erstellen. Dark, sprich dunkel, sind auch die Gestalten, die die Bild- und Skulpturen-Motive prägen. Giger schuf für den Film „Alien“ von Ridley Scott die Welt des Monsters als „Biomechanoid“. 1980 wurde HR Giger, der in Chur geboren wurde und dort stets auch lebte, mit dem Oscar für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet. Im Film wie in seinem Schaffen stehen Kreaturen, die halb Mensch und halb Maschine sind, oft im Vordergrund. Wie Reptilien oder Würmer wirken die Fantasie-Produkte des Schweizers.

Der Duisburger Sammler Jörg Czwikla beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Arbeit von HR Giger. Er präsentiert vor allem Lithographien. Diese seien überhaupt noch erschwinglich, erzählt er bei der Präsentation der kommenden Ausstellung. Einzelarbeiten würden auf Auktionen selten unter 40 000 Euro angeboten. Große Gemälde, Giger hat etliche Bilder in Air-Brush-Technik erstellt, starteten mit Geboten weit jenseits der 100 000 Euro.

Der Sammler Czwikla hebt immer wieder kleine Schätze

Aber er finde immer wieder Werke HR Gigers, die er sich leisten könne. Vor allem aus Japan stammen Ausstellungsstücke. Dort war Giger besonders gefeiert worden. In Tokio wurde sogar eine Bar nach seinen Entwürfen gebaut. Czwikla zeigt dazu Fotos, die Original-Baupläne und auch Einrichtungsgegenstände aus der später abgerissenen Kunst-Gaststätte werden im Südpark ausgestellt werden.

Für Werner und Schleutermann schließt sich im Januar ein Kreis. Beide waren in einer Wanderausstellung und Giger-Tribut-Ausstellung mit dem Titel „Creators Of Legends“ im Giger-Museum in Gruyére und Mexico-City vertreten. Die Laudatio hält Dr. Kerstin Borchhardt, die als Kunsthistorikerin an der Universität Leipzig arbeitet und sich mit „Dark Art“ beschäftigt. Vernissage, Samstag, 5. Januar, 17 Uhr, Galerien Andersartig und Künstlerpack, Südpark, Ende am 27. Januar

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