Vortrag

Wie Solinger in Krisengebieten helfen

ST-Redakteur Uli Preuss berichtete der evangelischen Frauengruppe an der Fuhr über Hilfsprojekte in Moria, Kabul und Kambodscha. Ihm hörten Anne Kassing (v. l.), Leni Höppner und Maria Scharbatke vom Gesprächskreis zu. Foto: Daniela Tobias
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ST-Redakteur Uli Preuss berichtete der evangelischen Frauengruppe an der Fuhr über Hilfsprojekte in Moria, Kabul und Kambodscha. Ihm hörten Anne Kassing (v. l.), Leni Höppner und Maria Scharbatke vom Gesprächskreis zu.

ST-Redakteur Uli Preuss berichtete über ehrenamtliche Hilfe in Kambodscha und Afghanistan.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Die Frauen des Gesprächskreises im evangelischen Gemeindehaus Fuhr wollten viel wissen. „Mit welchen Verletzungen beziehungsweise Krankheiten kommen die Kinder ins Friedensdorf? Warum war die Kindersterblichkeit in der Region der ‚Solingen Houses‘ in Kambodscha so hoch? Warum leben die geflüchteten Menschen im griechischen Camp Moria hinter Stacheldraht?“, waren nur einige davon. Die eindrucksvollen Fotos, die ST-Redakteur Uli Preuss, inzwischen zweiter Vorsitzender des im Herbst gegründeten Verein „Solingen hilft“, zeigte, beeindruckten offensichtlich sehr und gaben viel zu denken und zu hinterfragen.

Preuss war einer Einladung der Gesprächskreisleiterinnen Maria Scharbatke und Anne Kassing gefolgt, die einmal im Monat den Teilnehmern Impulse durch ganz unterschiedliche Referenten und Themen ermöglichen.

Gut anderthalb Stunden lang erläuterte der engagierte Journalist die Arbeit des „Friedensdorfes international“, für das er seit Jahrzehnten tätig ist. Hinzukommt die Arbeit bei „Solingen hilft“. Aktuelles Projekt ist die medizinische Hilfe im griechischen Camp Moria.

Die Fotos von Uli Preuss zeigten, dass sich in Trobek rund um die Gesundheitsstation ein kleines Zentrum entwickelt hat. „Der Staat Kambodscha übernimmt die Kosten für das medizinische Personal und die Instandhaltung der Gebäude, während das Friedensdorf die Stationen errichtet“, erläuterte der Fotograf.

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Alles was an zusätzlichem teuren Equipment angeschafft werden müsse, sei nur über Spenden finanzierbar. So habe jüngst gesammeltes Geld Solinger Rotarier zusammen mit einer Spende ihres Dachverbands die Einrichtung einer Kinderstation ermöglicht. „Bisher war Frauen- und Kinderheilkunde immer zusammengefasst gewesen.“

Die Gesundheitsstationen für die Basis-Versorgung sind eines der Leuchtturm-Projekte der Solinger Hilfe. Denn die dort lebenden Menschen haben keinen Hausarzt „um die Ecke“ wohnen.

Gesundheitsstationen wurden nur durch Spenden finanziert

Mithilfe des Friedensdorfes und Spenden aus Solingen konnten 2014 und 2015 die medizinischen Anlaufstellen „Solingen House I“ und „Solingen House II“ gebaut werden. Sie erweisen sich seitdem als echter Segen für die Regionen Kouk Kong West und Trobek erwiesen haben.

Allein in der ersten der beiden Stationen wurden seitdem über 200 Kinder geboren – lebend. Bis dato ist das dort keine Selbstverständlichkeit, denn in dem Land wird oft auf Entbindungen über offenem Feuer gesetzt, in der Annahme, Rauch und die Hitze würden desinfizierend wirken.

HINTERGRUND

ENGAGEMENT Moria, das jüngste Projekt des Vereins „Solingen hilft“ entstand durch die Eindrücke, die der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Christoph Zenses, von seinem Hilfseinsatz vor Ort mitgebracht hatte. Aktuell konnte gerade ein Ultraschall-Gerät zur besseren Diagnose angeschafft werden.

Preuss’ fotografischer Blick führte die Besucherinnen auch in das alltägliche Leben Kambodschas: Atmosphärische Impressionen wie ein großen Teller mit gebackenen Riesenspinnen als „Fast Food“ oder nicht geteerte Straßen, auf denen überladene Fahrrädern unterwegs waren.

Preuss war nicht nur im Ausland mit seiner Kamera unterwegs, einige Bilder entstanden auch in Deutschland. Aufnahmen von glücklichen Gesichtern – nach erfolgreichen Behandlungen kranker Kinder aus Afghanistan in Solinger Kliniken – waren ebenso dabei wie ein Schnappschuss am Frankfurter Flughafen, wo eine Vielzahl von Krankenwagen auf den Flieger mit den kleinen Patienten aus den Krisengebieten wartet, um sie in die kooperierenden Krankenhäuser zu bringen.

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