Sonderinvestitionsprogramm

Solinger Krankenhäuser erhalten 7,4 Millionen Euro

Das Krankenhaus Bethanien soll 1,1 Millionen Euro aus dem Förderprogramm erhalten. Archivfoto: Christian Beier
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Das Krankenhaus Bethanien soll 1,1 Millionen Euro aus dem Förderprogramm erhalten (Archivfoto).

Das Land NRW legt ein Sonderinvestitionsprogramm auf. Das Lungenfachkrankenhaus Bethanien ist von der Corona-Krise mitgenommen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Rund 7,4 Millionen Euro sollen die Solinger Krankenhäuser aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes NRW bekommen. Das teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Arne Moritz (CDU) mit. Demnach gingen rund 4,4 Millionen Euro ans Städtische Klinikum, 1,85 Millionen Euro an die St. Lukas Klinik, 1,1 Millionen Euro ans Krankenhaus Bethanien sowie knapp 44 000 Euro an die Psychiatrische Tagesklinik. Mit dem Geld wolle man den jahrelangen Investitionsstau im Krankenhausbereich auflösen, erklärte Moritz: „Die Kliniken haben endlich die Möglichkeit, Sanierungen und Modernisierungen vorzunehmen.“

Mit dem Sonderinvestitionsprogramm stelle die Landesregierung eine Milliarde Euro für Krankenhäuser und Pflegeschulen zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung des NRW-Gesundheitsministeriums. 750 Millionen entfallen auf die Kliniken. Zu den förderbaren Projekten zählten unter anderem energetische Sanierungen, Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes, bauliche Umgestaltungen wie beispielsweise in Patienten- und Badezimmern sowie Investitionen in die IT-Infrastruktur. Arne Moritz: „Ich freue mich, dass wir hier in Solingen vom Förderprogramm des Landes profitieren können.“

Solingen: Investition in digitale Patientenakte geplant

Das Land sei zu Investitionen in die Krankenhäuser verpflichtet, erklärte Cerstin Tschirner, Pressesprecherin der Kplus Gruppe, zu der die St. Lukas Klinik gehört. „Doch dieser Verpflichtung kommt das Land nicht so nach, wie es erforderlich wäre.“ Die 1,85 Millionen Euro für die St. Lukas Klinik seien da ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das Lungenfachkrankenhaus Bethanien soll 1,1 Millionen Euro erhalten. „Wir sind ein kleines Haus, das hilft uns weiter“, erklärte Verwaltungsleiter Thorsten Driehaus. Das Krankenhaus, in dem schwerpunktmäßig Covid-19-Patienten stationär behandelt werden, sei gebeutelt von der Corona-Krise. Modernisierungsbedarf gebe es zum Beispiel im IT-Bereich: „Wir wollen die digitale Patientenakte einführen und müssen dafür die Netzwerk-Infrastruktur in den Patientenzimmern erneuern.“ Wegen der Corona-Krise sei das verschoben worden.

Auch das Städtische Klinikum setze auf Zukunftsprojekte wie die digitale Patientenakte oder IT-gestütztes Entertainment-Programm am Patientenbett, erklärt Dr. Martin Eversmeyer, Geschäftsführer des Klinikums. „Natürlich würden wir es begrüßen, wenn diese und andere Vorhaben vom Land unterstützt würden.“

Die Zukunft des Städtischen Klinikums ist auch ein zentrales Thema vor der Kommunalwahl im September. Wie die einzelnen Parteien dazu stehen, lesen Sie hier: Wie die Politik das Klinikum retten will

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