Samstag von 10 bis 16 Uhr

Solinger Kirchen laden zum Krippenweg ein

Solinger Kirchen laden zum Krippenweg ein.
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Solinger Kirchen laden zum Krippenweg ein.

Freude bei den Gemeinden: Endlich kann mit dem Krippenweg eine langjährige Tradition wieder ohne pandemiebedingte Einschränkungen durchgeführt werden.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Dr. Ulrike Spengler-Reffgen, die Vorsitzende des Katholikenrats hat eine besondere Beziehung zur Krippe in der Gräfrather Klosterkirche mit ihren fast 100 Jahre alten Holzschnitzfiguren.

Solingen. „Machen Sie sich selbst ein Bild davon, auf welch unterschiedliche, kreative und liebevolle Weise uns überall das Geschehen der Menschwerdung in der Weihnachtsbotschaft Gottes nahe gebracht wird“, schreibt die Vorsitzende des Katholikenrats, Dr. Ulrike Spengler-Reffgen, dazu in ihrer Einladung. Selbst als Ehrenamtliche in Gräfrath aktiv, ist sie der Szenerie in der Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt sehr verbunden.

In diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen, zuständig für Konzeption und Aufbau, für eine Grotte als Hintergrund entschieden, erklärt Spengler-Reffgen. „In der Regel wird ein Stall dargestellt, aber eigentlich war es ja eher eine Art Höhle, in der Maria und Joseph behelfsmäßig unterkamen“, sagt sie. Es gebe drei mögliche Kulissen, eine davon sei Alt-Gräfrath mit selbstgebauten Häusern. „Die ist am aufwendigsten aufzustellen.“

Die großen Figuren sind knapp 100 Jahre alt und werden in der Adventszeit vorwärts bewegt – beziehungsweise komplettiert – bis zu Dreikönig alle vollständig versammelt sind: Das Jesuskind, seine Eltern, Schafe, Hirten und schließlich die Heiligen Drei Könige.

„Hinter dem Krippenweg steckt der Gedanke, einmal über den Tellerrand der eigenen Kirche und sogar der eigenen Gemeinde hinaus zu blicken“, erinnert Spengler-Reffgen an den Ursprungsgedanken vor 16 Jahren. Das Konzept hat sich bewährt, zwar drängelten sich keine Massen durch die Kirchen, aber „der Krippenweg wurde immer gut angenommen, sogar aus angrenzenden Städten kommen Neugierige. Ob Familien mit Kindern, Senioren oder Krippen-Fans, die Impulse für ihre private Krippe zu Hause suchen.“ Sie alle profitieren von der stilistischen Vielfalt.

In St. Joseph begannen die Planungen im September

Solinger Kirchen laden zum Krippenweg ein.

In St. Joseph an der Hackhauser Straße nahm sich Heinz Peter Reyer vom dortigen Krippenteam Zeit für Erläuterungen. Seit drei Jahren mitverantwortlich für das jeweils aktuelle Konzept und den Auf- und Abbau, hat er viel Freude daran, nahezu täglich Details zu verändern. Inzwischen ist nurmehr ein Hirte von insgesamt neun zu sehen. Dafür haben sich die drei Weisen der Krippe genähert und betrachten das Jesuskind. „Am zweiten Weihnachtsabend saß der kleine Junge, der jetzt dort hinten mit seiner Schwester am Feuer spielt, neugierig auf dem Stall und hat versucht, mitzukriegen, warum plötzlich so viele Hirten vom Feld ankamen“, erzählt Reyer.

Im September beginnen die Planungen, um pünktlich zum ersten Advent Gestell und Hintergrundkulisse mit Wüste, Sand, Firmament sowie den Stall in der orientalischen Flora zeigen zu können. „Wir halten uns für die dann kommenden Sonntage an die vorgesehenen Bibel-Textstellen, die wir mit den Figuren umsetzen“, erzählt er.

In diesem Jahr ist der Aufbau innerhalb der Kirche ein Stück nach vorne gerutscht. „Wir mussten den Platz an die kleine Orgel abgeben, die sonst vorne in der Apsis stand und nun dort einen neuen Dauerstandort hat“, sagt er. „Aber jetzt wirkt alles sogar besser, komprimierter.“

Am Krippenweg-Samstag sei stets ein Ansprechpartner in der Nähe, verspricht er. Lohnen wird sich das sicherlich, denn auch Reyer könnte stundenlang über „seine“ Krippe erzählen. Zum Beispiel auch, dass die Maria im letzten Jahr von einem Spezialisten behandelt werden musste. „Ein Holzfinger war abgebrochen – „und uns war schnell klar, dass wir das nicht selbst reparieren, sondern ein Fachmann anvertrauen.“ Als alles wieder in Ordnung war, habe sie obendrein ein neues Gewand bekommen, wie alle Figuren regelmäßig neu – selbstgenäht – eingekleidet werden“.

Krippenweg

Angeschaut werden können die Krippen in den meisten Kirchen am Samstag von 10 bis 16 Uhr: St. Clemens, Goerdelerstraße 80; St. Engelbert, Sandstraße 20, ab 12 Uhr; St. Josef, Schützenstraße 209, ab 12 Uhr; St. Joseph, Ohligs, Hackhauser Straße 10; St. Katharina, Weyerstraße 316; Liebfrauen, Wiefeldicker Straße 7; St. Mariä Empfängnis, Kohlsberg, Kohlsberger Straße 2; St. Mariä Empfängnis, Merscheid, Eifelstraße 105; St. Mariä Himmelfahrt, Klosterhof 6; St. Michael, Schlagbaumer Straße 148; St. Suitbertus, Glockenstraße 18

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