Wahlbeteiligung von 33,65 Prozent

Solinger Jugendstadtrat ist gewählt

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25 feste Mitglieder und fünf Nachrücker vertreten künftig die Interessen von Jugendlichen in der Klingenstadt.

Von Kristin Dowe

Solingen. Politikverdrossen sei die junge Generation in Solingen keineswegs – davon ist Yvonne Enders, Koordinatorin der diesjährigen Wahl des Jugendstadtrats, angesichts einer Wahlbeteiligung von 33,65 Prozent überzeugt. „Das ist ein tolles Ergebnis“, freut sich die Sozialpädagogin. „Die Schulen haben uns trotz der schwierigen Situation hervorragend bei der Wahl unterstützt.“

Im Vergleich zu 2017 – der Jugendstadtrat wird alle drei Jahre neu gewählt – ist die damalige Wahlbeteiligung von 33,89 Prozent somit nur minimal gesunken. 58 Kinder und Jugendliche hatten diesmal für den Jugendstadtrat kandidiert.

Dessen Vorstand wird bei einer konstituierenden Sitzung im Januar gewählt, ein Termin wird noch bekanntgegeben. Bei diesem Auftakttreffen werden außerdem ein fester Vertreter des Jugendstadtrats für den Jugendhilfeausschuss sowie dessen Stellvertreter gewählt.

Für gewöhnlich hätte es nach der Wahl ein lockeres Kennenlerntreffen für alle 25 gewählten Mitglieder und die fünf Nachrücker in Form eines Wochenendausflugs gegeben. „Dieses Jahr müssen wir da leider andere Wege gehen“, so Enders. Für den kommenden Freitag sei ein Online-Seminar für die Jugendlichen geplant, bei der sich alle Mitglieder vorstellen werden.

Das jüngste Mitglied des Jugendstadtrats ist mit 14 Jahren Christos Konstantinidis. Besonders am Herzen liege ihm das Thema Klimaschutz, sagt der Schüler. „Ich möchte dazu beitragen, für unsere Generation eine bessere Zukunft zu erreichen. Es liegt in unserer Hand, den Planeten zu retten.“ Aber auch speziell für Solingen gebe es einige Themen, für die er im Jugendstadtrat Aufmerksamkeit schaffen wolle. So wünsche er sich für Kinder und Jugendliche in der Klingenstadt mehr Freizeitangebote. „Wie es mit der Eishalle weitergeht, weiß man nicht so genau – und es gibt für Jugendliche in Solingen, außer der Alten Schlossfabrik, wo öfters Veranstaltungen stattfinden, auch nicht besonders viele Möglichkeiten zum Feiern.“

Ähnliche Ziele verfolgt Fiona Marie Jacobs, die als Nachrückerin in den Jugendstadtrat gewählt wurde. „Ich habe mich schon immer für Politik interessiert“, sagt die 17-Jährige, die sich in Solingen unter anderem für bessere Busanbindungen gerade in den Abend- und Nachtstunden einsetzen will. Aber auch globale Themen wie die „Fridays-for-Future“-Bewegung und die Bekämpfung von Rassismus seien ihr wichtig.

Hintergrund

Der Solinger Jugendstadtrat arbeitet in verschiedenen Projektgruppen, deren Themen die Mitglieder selbst bestimmen. Weitere Informationen und einen kurzen Info-Film gibt es online.

www.jugendstadtrat.de

Vor der Wahl hat Finn Grimsehl-Schmitz nach drei Jahren im Interview Bilanz gezogen.

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