Frühförderung

Solinger helfen Kindern in Georgien

Heidi Schmachtenberg (l.) und Edith Samson engagieren sich für die Förderung behinderter Kinder in Georgien. Sie unterstützen die Ausbildung von Fachpersonal. Foto: Christian Beier
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Heidi Schmachtenberg (l.) und Edith Samson engagieren sich für die Förderung behinderter Kinder in Georgien. Sie unterstützen die Ausbildung von Fachpersonal.

Verein setzt sich für die Frühförderung ein.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wenn Heidi Schmachtenberg und Edith Samson von ihrem ehrenamtlichen Engagement in Georgien erzählen, werden sie lebhaft. 2001 waren sie mit der Gründung ihres Vereins, der sich vor Ort um die Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder kümmert, Pioniere. Inzwischen habe sich viel getan, erzählt Heidi Schmachtenberg, die Vorsitzende der „Behindertenhilfe in Georgien“. Aber immer noch bleibe viel zu bewegen und zu organisieren.

„Vielfach verstecken die Menschen ihre Kinder aus Scham und Hilflosigkeit.“
Edith Samson, Behindertenhilfe

Aktuell bewegen sie und ihre Mitstreiter zwei Projekte, für die sie um Spenden bitten. Nach den Städten Tiflis und Rustawi, in denen inzwischen Beratung und Förderung gut etabliert sind, gehe es nun darum, auch in ländliche Regionen des Landes vorzustoßen. In Kvemo Kartli – an der Grenze zu Aserbaidschan – sei die Situation für gehandicapte Kinder und ihre Eltern immer noch trostlos.

Hier gelte es nun, angebunden an das Zentrum für freie Pädagogik in Tiflis, Strukturen zu schaffen. „Vielfach verstecken die Menschen ihre ,nicht-normalen‘ Kinder aus Scham und Hilflosigkeit“, sagt Edith Samson, die wie Heidi Schmachtenberg auch in ihrem aktiven Berufsleben mit behinderten Kindern und Jugendlichen gearbeitet hat. Für sie ist es eine Herzensangelegenheit, diese jungen Menschen zu fördern.

30 Dörfer umfasse die Region Kartli. Gebraucht werde ein Fahrzeug, um die oft weit auseinanderwohnenden Familien zu erreichen. Seit einiger Zeit ist die Organisation „Aktion Mensch“ Kooperationspartner der „Behindertenhilfe in Georgien“. Das helfe enorm: „Als wir anfingen, hatten wir im Grunde nur kümmerliche finanzielle Mittel und eine knappe Hand voll Mitarbeiter“, erinnert sich die 82-jährige Heidi Schmachtenberg.

Das zweite Projekt des Hilfsvereins, das sie gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Edith Samson vorstellt, ist die weitere Ausbildung von Fachpersonal für die Frühförderung in Georgien. Derzeit sei man noch in der Planungsphase. Es gehe darum, erste Strukturen zu entwickeln, wo solch eine Ausbildung „angedockt“ werden könnte. „Wo kann solch ein Ausbildungsort sein, wer bildet aus, was genau wird gelehrt, welche Grundkenntnisse müssen Anwärter mitbringen?“, zählt Edith Samson auf, was derzeit in Klärung ist.

Durch die globale Pandemie mit ihren Reise- und Kontakt-Einschränkungen wurden seit März nahezu alle Ideen vollständig auf Eis gelegt. Dadurch sei wertvolle Zeit verstrichen, bedauert Samson. Zeit, die am Ende den betroffenen Kindern und ihren Familien fehle.

Verein

In dem Verein, den Heidi Schmachtenberg privat gründete, startete sie mit acht Kindern und zwei halben Betreuungsstellen. In der georgischen Stadt Rustawi hat sich daraus mittlerweile ein Großprojekt entwickelt. Kontakt zum Verein:

Tel. (02 12) 7 24 37

https://t1p.de/lxrf

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