Sommer

Solinger genießen ihre Freibäder

Besucher aller Altersgruppen suchen im Ittertal Abkühlung.
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Besucher aller Altersgruppen suchen im Ittertal Abkühlung.

Temperaturen von mehr als 39 Grad locken die Solinger in ihre Freibäder in der Ohligser Heide und im Ittertal.

Von Jonathan Hamm

Solingen. „36 Grad, und es wird noch heißer.“ Dieser Vers aus dem Lied „36grad“ von 2raumwohnung könnte der aktuelle Wetterbericht sein. Am Dienstag erreichten die Temperaturen in Solingen mehr als 37 Grad. Die Menschen suchten den Schatten und die Abkühlung – beides fanden sie in ihren Freibädern.

Bäder: Personalsituation bleibt angespannt

Ittertaler Freibad bietet Aktivitäten für Jung und Alt

Wie eine Oase mitten im Grünen liegt das Ittertal. Ob Sport-, Freizeit- oder auch Nichtschwimmer: Für jeden ist dort etwas dabei. Die Besucher sind bunt gemischt. Egal ob jung oder alt, ob in der Gruppe, zu zweit oder allein – „Alles querbeet“, freut sich Betriebsleiter und Schwimmmeister Thomas Czeckay. Gerade weil das Freibad keine Sprungtürme hat, biete es sich perfekt für Familienausflüge an. Viele kämen auch aus der etwas weiteren Umgebung, „weil sie wissen, dass es hier etwas ruhiger ist“, erklärt er.

Doch natürlich gibt es auch für Jugendliche einige Aktivitäten: Handball, Volleyball, Fußball, Tischtennis und Kicker – das Bad bietet mehr als nur Wasser im Becken. Daher haben auch zahlreiche Jugendliche den Weg ins Freibad gefunden. So auch die Freunde Noel (14), Jannes (14) und Tom (14). Die drei kämen in den Ferien regelmäßig. „Wenn ich Zeit habe, jede Woche einmal“, erzählt Jannes. Für sie ist das Highlight des Freibads klar: der Volleyballplatz, beschließen sie einstimmig.

Karl-Heinz Enters (83) kommt lieber zum Schwimmen ins Ittertal, und das „fast täglich, wenn schönes Wetter ist“. Er ist ein wahres Ittertal-Urgestein und dort Stammkunde. Enters hat alle Phasen des Freibads miterlebt und ist traurig, dass „dieses schöne Bad“ aktuell so mager besucht ist.

Das bedauert auch Thomas Czeckay. Er zieht bis dato eine eher gemischte Saisonbilanz. „So ein Tag vor zehn Jahren, da wär die Hütte hier rappelvoll gewesen“, stellt er fest. Die Gründe für das Ausbleiben seien vielschichtig und nicht immer so einfach zu erklären. Es liege an den Ferien, erklärt er, vermutet aber auch: „Vielleicht spielen die letzten Corona-Jahre eine Rolle.“ Doch in Zeiten, in denen Chaos und Stress die Flughäfen dominieren, ist das Verreisen nicht unbedingt einfacher geworden.

Heidebad ist nur zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar

Kirsten Olsen-Buchkremer von der Solinger Bädergesellschaft wirbt für einen Besuch im Heidebad: Es böte die Möglichkeit für einen Urlaub vor der Haustüre.

Wer ein paar Stunden entspannten Urlaub am Wasser verbringen will, der ist im Heidebad genau richtig. „Urlaub vor der Haustüre“, erklärt Kirsten Olsen-Buchkremer, Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft. Das Freibad liegt – wie es der Name schon vermuten lässt – in der Ohligser Heide und ist nur zu Fuß, oder mit dem Rad erreichbar.

Doch neue Gäste hatten am Dienstag kein Problem das Freibad zu finden, denn schon von Weitem konnte man hören, dass dort viele Menschen Spaß haben. Nach dem Fußweg oder der Anstrengung auf dem Rad kann man sich direkt im Sportbereich, Nichtschwimmerbecken, oder als kleiner Besucher im Planschbecken abkühlen.

Man sei ein Familien-Freibad, sagt Olsen-Buchkremer und freut sich, dass alle Altersgruppen den Weg ins Heidebad gefunden haben. „Das ist das, was ich wirklich so schön finde.“ Auch Jutta Höttger besucht mit ihrem Sohn Michael (7) regelmäßig das Heidebad. „Wenn es geht jeden Tag“, erzählt sie.

Das Heidebad bietet Erfrischung von der Hitze.

Ihr gefällt die Lage im Wald, das freundliche Personal und vor allem die saubere Anlage. Michael mag die Rutsche und taucht gerne nach Ringen. Wer gerade nicht schwimmen möchte, findet auf der geräumigen Wiese Platz. Die Besucher können Basketball, Beachvolleyball oder Tischtennis spielen, und besonders der Sprungturm zieht viele Jugendliche an.

Neben dem Ein- und dem Dreimeterbrett besitzt das Heidebad einen Fünfmeterturm. Im Gegensatz zum Freibad Ittertal ist das Heidebad ein städtischer Betrieb, dennoch denke man natürlich auch dort über die Zukunft nach. Aber: „Ich habe keine Kristallkugel“, merkt Kirsten Olsen-Buchkremer mit einem Augenzwinkern an. „Wir tun alles, damit das Freibad Heide bestehen bleibt.“

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Öffnungszeiten

Freibad Ittertal: Das Freibad Ittertal hat täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Erwachsene bezahlen 5 Euro Eintritt. Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 4 Euro und Kinder von drei bis fünf Jahren 1,50 Euro. Anfragen zur Miete von Grillplätzen oder den Räumlichkeiten können gerne telefonisch oder auch per E-Mail gestellt werden: Tel. (02 12) 2 30 39 30

tczeckay@ittertal.de

Freibad Ohligser Heide: Täglich von 10.30 bis 19 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 4 Euro Eintritt. Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 2 Euro.

„Wir tun alles, damit das Freibad Heide bestehen bleibt.“

Kirsten Olsen-Buchkremer. Geschäftsführerin der Solinger Freibadgesellschaft

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