Proteste

150 Solinger demonstrieren für das Klima und gegen Umweltsünder

Etwa 150 Menschen nahmen am globalen Klimastreik in Solingen teil. Viele trugen bunte Schilder mit ihren Forderungen. Foto: Christian Beier
+
Etwa 150 Menschen nahmen am globalen Klimastreik in Solingen teil. Viele trugen bunte Schilder mit ihren Forderungen.

Die Ortsgruppen von Fridays for Future und Parents for Future zogen vom Vorspel in den Südpark.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. „Was wollen wir? Klimagerechtigkeit. Wann wollen wir es? Jetzt.“ Mit diesem Ausspruch, Musik und zahlreichen Plakaten machten etwa 150 Solinger am Freitag auf sich aufmerksam. Die Ortsgruppe der Klimabewegung Fridays for Future rief alle dazu auf, am globalen Klimastreik teilzunehmen. Gemeinsam zogen die Teilnehmer gemischte Alters vom Vorspel über die Konrad-Adenauer-Straße, die Mummstraße, Malteserstraße bis zum Südpark – begleitet von Polizei und Ordnungsamt, die die Einhaltung der Corona-Regeln prüften und die Straße sperrten.

Am globalen Klimastreik nahmen innerhalb Deutschlands mehr als 450 Städte teil, weltweit deutlich mehr. Das Motto lautete diesmal „Kein Grad weiter“. Tobias Krüger von der Ortsgruppe Parents for Future sowie Till Burberg von Fridays for Future betonten das in ihrer Ansprache an die Teilnehmer. „Es ist zu spät, als dass jeder nur auf sich sieht und in seiner kleinen Blase hilft. Jetzt und hier müssen alle anfangen, etwas dafür zu tun“, so Burberg. Aufgrund der Corona-Einschränkungen hätten sie auf mehr Programm verzichtet.

Aber die derzeitige Pandemie sei auch eine große Chance für das Klima. „Corona zeigt, wie schnell Maßnahmen umgesetzt werden können und wie schnell die Politik reagiert. Das muss auch beim Klima der Fall sein“, erklärte Lenja Königs als eine der Mitorganisatorinnen, warum es wichtig ist, auch während der Corona-Krise weiterhin auf die Straße zu gehen. Denn Präsenz sei wichtig, um mehr Leute anzusprechen. Die 21-Jährige ist fast seit Beginn der Gründung der Ortsgruppe dabei und setzt sich für die Umwelt ein. „Ich bin fassungslos, wenn ich höre, was die Menschen über den Klimawandel wissen – und dass dann trotzdem neue Kohlekraftwerke wie Datteln 4 ans Netz gehen.“

Fridays for Future: Klimastreik in Solingen

 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier

Die Teilnehmer waren Freitagmorgen eher verhalten, aber dafür bestimmt: „Wir müssen unsere Meinung äußern. Denn was erzählen wir unseren zukünftigen Kindern, wenn sie uns später danach fragen – und wir haben nichts gemacht“, erklärte die 16-jährige Sarina und fügte hinzu, dass Möglichkeiten zur Veränderung wahrgenommen werden müssen. Und das „nicht nur freitags“, wie es auf einem der Plakate stand. Antje Saam nahm bereits zum zweiten Mal an einer Klimademo teil, „weil es ein vorrangiges und wichtiges Thema ist, an dem man dranbleiben muss.“ Wenn während Corona Fußball stattfinden könne mit Zuschauern, dann auch eine Demonstration fürs Klima, betonte sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Weyerstraße nach Unfall gesperrt
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet
Wie die Stadt die Inzidenz ermittelt und meldet
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
Mitte: Neues Wohnen und weniger Handel kommen
Mitte: Neues Wohnen und weniger Handel kommen
Mitte: Neues Wohnen und weniger Handel kommen

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare