Freundeskreis

25 Solinger besuchen die Freunde in Israel

In Ness Ziona wurde die Solinger Gruppe von Bürgermeister Shmuel Boxer (vorne 12. v. rechts) und seiner Stellvertreterein Smadar Aaroni (vorne 10. v. l.) auf die Veranda des Hauses der Pioniere eingeladen. Auf dem Foto sind alle Solinger und die Freundeaus Ness Ziona zu sehen. Foto: Dudi Borochov
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In Ness Ziona wurde die Solinger Gruppe von Bürgermeister Shmuel Boxer (vorne 12. v. rechts) und seiner Stellvertreterein Smadar Aaroni (vorne 10. v. l.) auf die Veranda des Hauses der Pioniere eingeladen. Auf dem Foto sind alle Solinger und die Freunde aus Ness Ziona zu sehen.

Die Reise des Vereins Freundeskreis Solingen / Ness Ziona nach Israel war ein voller Erfolg.

Von Susanne Koch

Die Bäume sind gewachsen und tragen zum Grün Ness Zionas in Israel bei. 2012 waren sie von Norbert Feith (CDU) und einer Ratsdelegation zusammen mit Israels Schülern zum Tag des Baumes gepflanzt worden. Auf sie hatte Rafi Schnitzer, der Organisator des Programms in Ness Ziona, die Solinger aufmerksam gemacht.

Jetzt fuhr die dritte Bürgereise nach Ness Ziona. Bereits morgens um 9 Uhr wurden sie am 15. März im Gastraum des Bürgermeisters von Solingens Partnerstadt empfangen – von der stellvertretenden Bürgermeisterin Smadar Aaroni. 48 000 Einwohner hat die Stadt, die im Speckgürtel von Tel Aviv liegt. Unter anderem arbeiten rund 350 Menschen im Israelischen Institut für Biologische Forschung, das dem Verteidigungsministerium zuarbeitet. Bildung sei ein sehr wichtiges Thema, sagte Smadar Aaroni. Und die Arbeit der Ehrenamtlichen, auch für die Senioren, sei unverzichtbar.

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Sie begleitete die Solinger am Tag durch Ness Ziona. In der Ben Gurion Highschool erwartete eine Delegation die Solinger mit einem kleinen Programm. Sehr zu Herzen ging die Rede einer Schülerin, die beim letzten Schüleraustausch dabei war. Sie betonte, dass sie als anderer Mensch wieder zurückgefahren sei. Danach folgte eine Ausstellung von Frauen aus Ness Ziona in der Kunsthalle. Bei strahlendem Wetter machte es den Besuchern auch nichts aus, einen Hügel zu besteigen und neben Geschichtlichem das Panorama zu genießen. Den vor dreieinhalb Monaten gewählten Bürgermeister Shmuel Boxer traf die Gruppe zum Mittagessen im Haus der Pioniere.

Michael Sandmöller wurde für 25 Jahre Schulfreundschaft geehrt

Shmuel Boxer hatte vor der Wahl sein Weingut verkauft, um sich ganz dem Wohlergehen seiner Heimatstadt zu widmen. Er stammt aus einer der Gründerfamilien aus Ness Ziona. Und betonte, dass ihm die Partnerschaft mit Solingen viel bedeute. Seine Frau und die beiden Enkelkinder kamen zum Falafel-Essen dazu, was die Gruppe mit ihren vielen Begleitern wie Haya Cohen, Mitgründerin der Schulpartnerschaft, und Vardar Meidar, Vorsitzende der Ness Zioner Künstlervereinigung, aber auch Noar Yerushalmy, Beigeordneter für Nachhaltigkeit, begrüßte. Michael Sandmöller, ehemaliger Lehrer der Alexander-Coppel-Gesamtschule, erhielt eine Urkunde für die Organisation von 25 Jahren Schüleraustausch.

Bürgermeister Shmuel Boxer bedankte sich auch sehr für den Brief und die Geschenke von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), die ihm überreicht wurden. Und er freue sich schon auf die Ausstellung, die Solinger Künstler im November in Ness Ziona veranstalten. Im Dezember 2020 folgt dann eine Ausstellung in Solingen.

Übernachtet wurde in insgesamt sechs Hotels

Bevor die Gruppe in Ness Ziona ankam, hatte sie bereits den größten Teil der Reise hinter sich gebracht.

PARTNERSCHAFT

EHRUNG Michael Sandmöller, pensionierter Lehrer der Alexander-Coppel-Gesamtschule, wurde für 25 Jahre Schüleraustausch in Ness Ziona von Bürgermeister Shmuel Boxer mit einer Urkunde ausgezeichnet.

BEGINN 1987 wurde die Freundschaft von Nissan Krupsky, dem Bürgermeister von Ness Ziona, und Gerd Kaimer, Solingens Oberbürgermeister, gegründet. Den Schüleraustausch regten Ratsmitglied Jakob Poremba und Yossi Shvo, damals stellvertretender Bürgermeister, bei einem Besuch des jüdischen Friedhofs in Solingen an.

Organisiert vom Vorstand des Freundeskreises Solingen / Ness-Ziona erlebten sie eine Rundtour durch Israel mit den Stationen Nethanya, Caesarea, Akko, Tiberias, eine Bootsfahrt über den See Genezareth, unter anderen die Taufstelle des Johannes, Jericho, Masada, das Tote Meer, Jerusalem und Wahat As Salam / Newe Shalom. Die letzten beiden Nächte verbrachten die Solinger in Tel Aviv. „Wir haben eine sehr eindrucksvolle Reise erlebt“, sagt Mitglied Jürgen Weise. Und Michael Sandmöller betont: „Ich bin überzeugt davon, dass Shmuel Boxer und auch seine Stellvertreterin Smadar Aaroni die Freundschaft sehr am Herzen liegt und sie offen sind für neue Begegnungen.“ Es wird noch lange dauern, bis die intensiven Eindrücke alle verarbeitet sind. Die Gruppenmitglieder freuen sich schon auf ein Nachtreffen.

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