Solinger Autor legt seinen Erstlingsroman vor

438 Seiten stark sind Renato Espositos „Kleine Helden“. Foto: Christian Beier
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438 Seiten stark sind Renato Espositos „Kleine Helden“. Foto: Christian Beier

Renato Esposito verknüpft die 70er Jahre mit Nazi-Vergangenheit

Von Jutta Schreiber-Lenz

In „Kleine Helden und das Kameradenwerk“ verbindet Renato Esposito Nazi-Vergangenheit und die 70er Jahre – die Zeit seiner eigenen Kindheit. Es geht um Fragen wie: Was wäre, wenn der Zweite Weltkrieg nicht vorbei wäre? Was, wenn die überlebenden und seinerzeit geflüchteten Nazis ein Netz aus Verbündeten rund um den Globus gespannt hätten, um nun noch grausamer zurückzukehren und Hitlers Plan doch noch zu vollenden? „Drei von den Nazis erschaffene Jungs mit außergewöhnlichen Fähigkeiten machen sich auf den Weg in den ungleichen Kampf, um die Vertreter des Dritten Reichs ein für alle Male zu besiegen“, so macht der Klappentext des im Novom-Verlag erschienen Romans Lust auf die 438 Seiten des Erstlingswerks von Renato Esposito.

Seine Partnerin las die Kapitel als erste

„Immer schon“ habe er ein Faible fürs Lesen und speziell für aufregende Geschichten gehabt, sagt der 45-jährige Autor, der eigentlich Schadensachbearbeiter bei einer Versicherung ist. Schon 2008 habe er die Idee zur Geschichte gehabt. Denn die Nazi-Vergangenheit Deutschlands mit ihrem unmenschlichen Gesicht habe ihn immer schon fasziniert, sagt der Solinger mit italienischen Wurzeln. Aber berufliches Weiterkommen – das Fachabitur nachholen, seine Ausbildung mit einem Studium aufstocken und trotzdem arbeiten, um Geld zu verdienen – ließen das angefangene Skript jahrelang in der Schublade liegen.

„Vor zwei Jahren war die Zeit reif und ich hab einen neuen Anlauf genommen“, sagt Esposito: Recherche, schreiben, korrigieren: „Je intensiver ich an dem Manuskript arbeitete, desto klarer wurden auch für mich die Profile der Figuren und die Handlung. Vieles hat sich beim Schreiben anders entwickelt, als ich selbst erwartet hätte, da gab es eine echte Eigendynamik und es war auch für mich spannend.“

Um neben dem dem Familienleben mit seiner Lebensgefährtin Jasmin Winzler und zwei Kindern die nötige Ruhe zum Schreiben zu finden, sei er an einigen Wochenenden weggefahren. Das Programm: „Tagsüber allein spazieren gehen, abends im Domizil ans Laptop“. Seine Partnerin bekam die jeweils fertigen Kapitel als erste zu lesen und befand sie für „klasse“.

Familie und Freunde ermutigten ihn, weiterzuschreiben

Mit ihr waren es Familie und Freunde, die Renato Esposito ermutigten, weiterzuschreiben, darunter auch eine Lektorin. Esposito: „Für konstruktive Kritik war ich immer offen und dankbar“. Mit Novum fand sich schließlich ein Verlag, der die „Kleinen Helden“ herausbrachte. Bis dahin sei es ein arbeitsreicher Weg gewesen, sagt der frischgebackene Schriftsteller, der sich prinzipiell vorstellen kann, sein literarisches Hobby auszubauen, wenn auch nicht sofort. Etliche formelle Korrekturen, immer wieder aufs Neue lesen und immer wieder Fehler finden – das erforderte nach einem normalen Arbeitsalltag viel Disziplin. Trotzdem überwog die Motivation und die Vorfreude auf das erste eigene Buch.

Das Buch „Kleine Helden und das Kameradenwerk“, 438 Seiten, ISBN 978-3-948379-31-5, 14,95 Euro, ist im Buchhandel und online erhältlich.

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