Vorweihnachtszeit

Solingens größter Adventskalender befindet sich in Wald

Frederick Meissner (v. l.) von bdruckt.com präsentiert den Adventskalender gemeinsam mit Pfarrer Bernd Reinzhagen und Ulrike Quintar von der Kirchengemeinde. Foto: Christian Beier
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Frederick Meissner (v. l.) von bdruckt.com präsentiert den Adventskalender gemeinsam mit Pfarrer Bernd Reinzhagen und Ulrike Quintar von der Kirchengemeinde.

Walder Kirchengemeinde präsentiert in diesem Jahr einen großformatigen Adventskalender.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Der größte Adventskalender Deutschlands verbirgt sich hinter den 24 Fenstern des historischen Rathauses in Gengenbach, in denen in diesem Jahr an jedem Abend ein Bild von Andy Warhol erscheint. Der größte Adventskalender Solingens wurde am Dienstagmorgen erstmals vor der evangelischen Kirche in Wald präsentiert. An jedem Morgen lädt dort bis zum 24. Dezember auf einem drei mal einen Meter großen Banner ein weihnachtlicher Spruch zum Lesen, Nachdenken, manchmal auch zum Schmunzeln ein.

„Die Idee dazu kam uns in einem Urlaub“, berichtet Pfarrer Bernd Reinzhagen. „Wir wollten in der Corona-Zeit den Menschen im Stadtteil jeden Tag einen schönen Gedanken mit auf den Weg geben.“ In Frederick Meissner von dem Walder Geschäft bdruckt.com, das die wetterfesten Banner produziert hat, fand er schnell einen begeisterten Mitstreiter.

„Wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, warum ist dann Weihnachten nur an Weihnachten?“, war beispielsweise die tiefsinnige Frage am 1. Dezember. Bis Heiligabend werden Sprüche aus der Bibel ebenso wie Zitate von Papst Franziskus, von Dietrich Bonhoeffer oder Martin Luther King vorgestellt.

Auch der berühmte Satz aus dem „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ oder das gesellschaftskritische Kurt-Marti-Zitat „Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht“ sind dabei. Jeden Morgen um 8 Uhr hängt der Küster der Gemeinde das neue Text-Banner auf. Ob es diesen besonderen Adventskalender auch im nächsten Jahr wieder geben wird? „Wir haben extra keine Jahreszahl auf die Banner geschrieben“, lässt Bernd Reinzhagen diese Frage offen.

Da die Tage bis Weihnachten jetzt also gezählt sind, steckt die Gemeinde auch in den Planungen für die Festtage. „Laut Beschluss des Presbyteriums können wir 200 Besucher mit 3G-Regel in unsere Gottesdienste lassen“, skizziert Reinzhagen die aktuelle Regelung, die derzeit auch für die Sonntagsgottesdienste gilt.

Für die vier Weihnachtsgottesdienste plane man mit maximal 150 Kirchenbesuchern. „Sicherlich wird es wieder Eintrittskarten geben und die Bitte, eine Maske zu tragen.“ In „normalen Zeiten“ seien an Weihnachten auch schon 700 Besucher in der Walder Kirche gewesen.

Gottesdienst an Weihnachten gibt den Menschen Halt

Grundsätzlich möchte man an den Gottesdiensten zu Weihnachten festhalten. „Das ist für die Menschen extrem wichtig und gibt ihnen Halt. Wir werden das verantwortlich gestalten, aber irgendetwas wird auf jeden Fall stattfinden“, so der Pfarrer. Bei anderen Veranstaltungen in der Kirche wie etwa Konzerten, habe man, wie auch die anderen Gemeinden und die Stadt auf die 2G-plus-Regel (Geimpfte und Genesene plus Test) umgestellt.

„Letztendlich muss jede Gemeinde festlegen, in welchem Umfang die Gottesdienste unter Corona-Regeln stattfinden können“, sagt Thomas Förster, Pressepfarrer des Kirchenkreises. In anderen Gemeinden werde auch über Alternativen, etwa einem Gottesdienst im Freien, nachgedacht. Mit Blick auf das Recht zur Religionsausübung sind 3G-Regel oder 2G-Regel bei Gottesdiensten in den Gemeinden möglich.

Stadtteilkalender

Aktion: Der Stadtteilkalender findet in Wald wieder abends um 18 Uhr an verschiedenen Orten statt. Am Samstag mit dem CVJM-Posaunenchor und am Sonntag mit dem FALS-Chor Voices, jeweils auf dem Kirchplatz.

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