Neues Format

„Zukunftsmusik“ sammelt Ideen für Ohligs

Marie Radtke und ihre Kindern Alva und Levi (v. l.) bastelten Weihnachtsschmuck am Stand von Parents Von Birgit Zenses gab es die Bastelanleitungen dazu.Foto: Tim Oelbermann
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Marie Radtke und ihre Kindern Alva und Levi (v. l.) bastelten Weihnachtsschmuck am Stand von Parents for Future. Von Birgit Zenses gab es die Bastelanleitungen dazu.

ISG Solingen-Ohligs und Zukunfts-Campus Remscheid gaben den Startschuss zu neuer Veranstaltungsreihe.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Weniger oder mehr Parkplätze im künftigen Ohligs – insbesondere rund um den Bahnhof? Wenn weniger, dann ein E-Pendelbussystem mit häufiger Fahrplantaktung? Wo genau soll der Stadtteil in ein paar Jahren stehen?

Diese und noch mehr Punkte wurden am Donnerstagnachmittag lebhaft beim „Round Table Innenstadt“ von den Teilnehmern diskutiert. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Ohligs hatte in Kooperation mit dem Zukunfts-Campus Remscheid zu einem neuen Veranstaltungsformat eingeladen: „Zukunftsmusik“. Die Premiere war eine Mischung aus lockerem Treff am Marktplatz mit weihnachtlichen Songs von Gloria und Frank Göllmann, Plaudereien mit der Nachbarschaft, einer Baumschmuckaktion vieler Beteiligter und zwei informativen Impulsen in den Räumen der Sparkasse.

Am sogenannten Nachbarschaftstisch moderierte Holger Häde vom Zukunftscampus zunächst den „Round Table Innenstadt“ bevor es nach einer Dreiviertelstunde und weiterer Livemusik draußen in einem „Round Table Gesundheit“ weiterging. Die Resonanz auf das Thema Innenstadt war groß; es galt 2G plus. Zusätzlich geschützt wurden Interessierte durch Masken und Trennscheiben.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass der Weg solcherart Bürgerbeteiligung gut und richtig ist. Die „ewigen Meckerer“ erreiche man sowieso nicht, so der allgemeine Tenor. Aber durch niederschwellige Treffs im Stadtteil, etwa durch ein solches Format wie „Zukunftsmusik“, sei sichergestellt, dass sich alle angesprochen, gesehen und gehört fühlten, wenn es um ihren Stadtteil Ohligs gehe.

Wichtig sei es, sich mit dem Stadtteil zu identifizieren

Gloria Göllmann, Geschäftsführerin der ISG, kündigte beispielsweise für den Umbau von Markt und Fußgängerzone Baustellenpartys oder regelmäßige Marktplatz-Treffs an, um sich auszutauschen. ,„Was läuft gut?“ „Gibt es einen Aspekt, der erst jetzt zu Tage tritt und den zuvor niemand auf dem Schirm hatte?“

Mit der „Zukunftsmusik“ wolle man immer wieder daran erinnern, dass niemand den Menschen vor Ort Planungen überstülpen wolle, sondern dass Mitdenken und -machen ausdrücklich erwünscht sei. Ziel sei es, am Ende einen Stadtteil zu haben, der Wohnen, Einkaufen, Freizeitgestaltung und Aufenthaltsqualität in sich vereine. „Wenn mehr Menschen hier wohnen und auf der Straße sind, gibt es weniger einsame Angsträume. Wenn man hier gut einkaufen kann, muss man nicht woanders hinfahren und braucht ein Auto weniger“, zählte Göllmann beispielhaft ein paar Gedanken hinter diesem Konzept auf.

Wichtig sei, sich mit seinem Stadtteil zu identifizieren und daraus ein individuelles Verantwortungsgefühl für sich abzuleiten. Wichtig sei aber auch, über den Tellerrand zu blicken und Ohligs nicht als Insel zu begreifen, sagte Sebastian Haug, CDU-Ratsherr der Stadt, der sich unter die Teilnehmer gemischt hatte. „In der Innenstadt etwa tut sich gerade auch sehr viel, aber da kann man eben keine Blaupause anlegen.“

Weitere Aktion: Auf dem Marktplatz vor dem Pavillon wurden nachmittags zwei Nordmanntannen von verschiedenen Institutionen mit nachhaltigen Materialien geschmückt. Mit dabei waren Interju, Parents for Future, die Grundschule Bogenstraße und die Upcycling-Designerin Alina Jörns.

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