Tradition

Zöppkesmarkt: So könnte die Veranstaltung aussehen

Bierstände und eine Bühne prägten den Neumarkt beim Zöppi 2022. Das wird sich so in diesem Jahr nicht wiederholen.
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Bierstände und eine Bühne prägten den Neumarkt beim Zöppi 2022. Das wird sich so in diesem Jahr nicht wiederholen.

Der Name und das Datum bleibt und es steht fest: Im September steigt der Zöppkesmarkt. Doch wie die Traditonsveranstaltung genau aussieht, ist noch unklar.

Von Björn Boch

Der Zöppkesmarkt wird kleiner – und sucht nach einem Konzept für die Zukunft. Wie Falk Dornseifer vom Brauchtumsverein am Freitagnachmittag bei einem Treffen zur Zukunft der Traditionsveranstaltung in der Gläsernen Werkstatt erklärte, wird es in diesem Jahr wohl keine Stände oder Bühnenprogramm auf dem Neumarkt geben. „Der Zöppi muss kleiner werden.“

Die „Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des traditionellen Solinger Brauchtums“ um Geschäftsführer Gerd Brems – sowie CDU-Ratsherr Dornseifer und OB Tim Kurzbach (SPD) als Gesellschafter, der sich für das Treffen entschuldigen ließ – zog ein durchwachsenes Fazit zum Zöppi 2022. Neben dem schlechten Wetter habe es Schwierigkeiten rund um die Anmeldungen gegeben, die aus Problemen mit der Homepage resultierten. Dazu kämen immer höhere Kosten, etwa für das Sicherheitskonzept – das sei ein Damoklesschwert. „Wenn wir die Veranstaltung plus minus null abschließen, sind wir glücklich“, so Dornseifer. Er wolle daher auch Möglichkeiten für Fördergeld ausloten.

Deshalb habe sich der Verein eine Klausel erbeten, notfalls als Veranstalter aussteigen zu können. Denn trotz der Schwierigkeiten: Der Verein hat sich um die weitere Ausrichtung beworben. Dornseifer war überrascht, dass diese Ausschreibung schon fällig wurde. „Ich hätte gedacht, dass wegen Corona noch zwei Jahre Zeit ist.“ Der Markt war aufgrund der Pandemie zweimal ausgefallen. Dornseifer vermutet, dass der Brauchtumsverein der einzige Bewerber ist. Geschäftsführer Gerd Brems hofft auf eine Zusage der Stadt im Februar: „Erst dann fangen wir mit der Standvergabe an.“

Städtische Vorgaben gebe es nur wenige, allerdings dürfe der Anteil der professionellen Händler 40 Prozent nicht übersteigen. „Handyschalen sind sicher nicht das, wofür der Zöppkesmarkt steht. Aber die Einnahmen werden gebraucht“, erklärte Dornseifer.

Einig waren sich alle Teilnehmer, darunter langjährige Teilnehmer des Festes, dass weder am Namen noch am Datum der Veranstaltung – immer rund um den zweiten Samstag im September – gerüttelt wird. Der Zöppi sei kein Dürpel und keine Sommerparty, es solle weder zu viel Kirmes noch zu viel Bühnenprogramm geben. Ein mögliches Aus für das Riesenrad wurde aber mehrheitlich bedauert.

„Zurück zu den Wurzeln“ lautete eine Idee, mehr Platz für Spaßgruppen eine andere – und auch der Neumarkt kam wieder ins Spiel. So sei denkbar, den lediglich am Sonntag und auch nur mit Hobbytrödlern zu bespielen. Für Trödelstände sollen Schulen und Abschlussklassen gezielt angesprochen werden. Außerdem kündigte Dornseifer an, auf die Solinger Messerhersteller zugehen zu wollen.

Ideen an: verwaltung@zoeppi.de

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