100 Interviewer

Zensus-Befragungen liegen im Zeitplan

Der Zensus 2022 läuft bis Mitte August.
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Der Zensus 2022 läuft bis Mitte August.

Mehr als 60 Prozent der Ausgewählten haben sich bislang beteiligt.

Von Andreas Weber und Manuel Böhnke

Solingen. Vor dem Wochenende haben Stadt und Polizei eine Warnung veröffentlicht: In Solingen habe es mutmaßlich einen Betrugsversuch bei der Zensus-Erhebung gegeben. Abgesehen von diesen Zwischenfall scheint das Verfahren jedoch bislang reibungslos zu verlaufen.

Noch knapp einen Monat lang dauern die Befragungen für den Zensus 2022 an. Seit dem 16. Mai sind rund 100 Erhebungsbeauftragte in der Stadt unterwegs. Wie viele Solingerinnen und Solinger bislang Rede und Antwort gestanden haben, kann die Verwaltung auf ST-Anfrage nicht genau zu beziffern. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass bereits mehr als 60 Prozent der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern befragt wurden.

Darum geht es beim Zensus

Mehr als 9500 Personen in der Klingenstadt müssen die Fragen beantworten. Hinzu kommen etwa 2700 Menschen in Wohnheimen sowie Gemeinschaftsunterkünften wie Pflegeheimen. Dass die Stadt keine exakten Zahlen zu den bisher durchgeführten Befragungen machen kann, hängt mit dem recht komplizierten Verfahren zusammen. Die Erhebungsbeauftragten melden einen Erhebungsbezirk erst, wenn sie diesen vollständig abgearbeitet haben. Bei den Bezirken kann es sich um große Mehrfamilienhäuser handeln, was das Verfahren verzögert.

Bislang befinde man sich im Zeitplan, bestätigt die städtische Pressestelle – trotz vereinzelter Corona-Infektionen in der siebenköpfigen Erhebungsstelle sowie bei den Erhebungsbeauftragten. Wer die Befragungen durchführt, verfüge über einen vollständigen Corona-Impfschutz und trage eine FFP2-Maske.

Bis zum 7. August läuft das Datensammeln. An deren Auswertung ist die Stadt nicht beteiligt. Gleiches gilt für die Gebäude- und Wohnungszählung, an der sich alle Eigentümer beteiligen müssen.

Der Zensus, der alle zehn Jahre durchgeführt wird, ist eine Bundesstatistik. Sie dient dazu, zuverlässige Aussagen für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen zu treffen, staatliche Infrastruktur besser planen zu können.

Die Verweigerungsquote war beim Zensus 2011 gering

Um eine Teilnahme an der anonymen Stichprobe kann sich niemand drücken. Wer das Ausfüllen verweigert, dem droht in NRW ein Zwangsgeld von 300 Euro. Im Höchstfall kann ein Bußgeld bis zu 5000 Euro verhängt werden. „Beim letzten Zensus 2011 lag die Verweigerung unter ein Prozent. In diesem Bereich werden wir uns auch dieses Mal bewegen“, erklärt Leo Krüll, Pressesprecher des Statistischen Landesamtes.

So erkennt man Betrüger

Um Betrugsversuchen vermeintlicher Erhebungsbeauftragter vorzubeugen, erklärt die Stadt, dass einen Erhebungsbeauftragtenausweis bei sich trägt, wer tatsächlich Daten für den Zensus sammle. Zudem melden sie sich nie telefonisch, sondern per offiziellem Ankündigungsschreiben an. Wer unsicher ist, solle die Polizei unter Tel. (02 02) 2 84-71 30 oder 110 oder die Stadt unter Tel. (02 12) 2 90-35 99 kontaktieren.

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