Nach der Corona-Pause

Zauberhafter Lichterzauber verzaubert Gräfrath

Viele Besucher tummelten sich am Freitagabend auf dem Gräfrather Marktplatz.
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Viele Besucher tummelten sich am Freitagabend auf dem Gräfrather Marktplatz.

Genießen, Herumschlendern, Feiern und sich von Zauberern verzaubern lassen: Das war Programm bei der Veranstaltung im historischen Stadtteil Solingens.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Der Gräfrather Lichterzauber lockte am Freitagabend wieder Tausende von Feierlustigen in den historischen Solinger Stadtteil. Nach der erzwungenen Corona-Pause war den Solingern offensichtlich zum Feiern zumute. Und nebenbei konnten sie den warmen Herbstabend genießen und sich verzaubern lassen.

Der Lichterzauber, seinerzeit von Cornelia Kreitzberg als Marketingkonzept erfunden, um den Stadtteil stärker ins Bewusstsein zu bringen, erhielt dieses Mal den Zusatz „Zauberhaft“ Die Organisatoren Doro Barnewitz und Dirk Balke waren sich einig: „Wenn es schon Lichterzauber heißt, dann wollen wir auch richtig zaubern.“ Und der Name war Programm.

Das Konzept begeisterte alle, die ab 18 Uhr vier Stunden lang das muntere Treiben rund um den Marktplatz genossen. Zehn Zauberer präsentierten sich auf drei Bühnen und statteten den Menschen, die an den weißgedeckten Tischen bei Essen und Trinken saßen, einen Besuch an ihren Plätzen ab.

Gräfrather Lichterzauber: Die Zauberer hatten am Freitagabend einiges zu bieten

Am Küllersberg zauberte Stefan Pütz aus Düsseldorf. Der Hobbyzauberer und Tischler war am Freitagabend von einer Kinderschar umringt, während er Bonbons aus einem Gefäß zauberte.

Zauberer Felix lockte mit seiner Trillerpfeife vor allem Erwachsene an. Ein Highlight waren auch die Stelzen-läuferinnen „Drei Meter hoch, aber mit Hut“, die sich auch für Selfies zur Verfügung stellten.

Katharina Freitag und Julia Kranick von „Käthe und Juules“ verkauften nicht nur „verzauberte“ Froschbowle mit Glitzer, sondern schickten auch Elfen unters Volk, die Lichtfestkarten anboten: „Mit diesen Spenden soll der Lich-terzauber erhalten bleiben.“

Auch die Gäste waren begeistert. Die am Täppken geborene Gräfratherin Elisabeth Leuther fand es gut, dass jetzt auch Künstler von auswärts die magischen Momente verstärkten. Sie lobte die weißen Stofftischdecken, die Hofschneiderin Gela Erfkamp geschnitten hatte, verziert von Kerzen-Arrangements von Kindern der Grundschule Gerberstraße. „Ich bin auch am Lichterzauber beteiligt, werde gleich eine Stunde in der beleuchteten katholischen Kirche Aufsicht führen“, fügte sie hinzu.

Gräfrather Lichterzauber: Seifenblasen und bunte Häuserwände sorgten für Faszination in der Nacht

Die magischen Momente erreichten ihren Höhepunkt bei einsetzender Dunkelheit. Die Häuserwände am Marktplatz wurden angestrahlt und musikalisch von den Bandonion Freunden aus Essen unterstützt. Sängerin Gabi Backenbach wanderte mit ihren Gassenhauern zurück in 100 Jahre alte Musikgeschichte.

Kunst mit Seifenblasen – mal riesig, mal klein – gab es von der Solingerin Remy Matelot: „Ich war die ganze Woche aufgeregt, weil ich nicht wusste, ob alle meine illuminierten und leuchtenden Requisiten wirklich den Effekt bei Dunkelheit erzielen.“

Gräfrather Lichterzauber: Einzelhandel und Gastronomen freuten sich über Gäste

Auch die Gastronomen und Einzelhändler hatten beim Lichterzauber viel zu tun. Lange Warteschlangen und Hochbetrieb in den Läden war überall zu sehen. Sabine Danielzig von „Brief & Siegel“ zog Bilanz: „Eine ganz besondere Atmosphäre, und zu mir kamen viele neue Gäste.“

Wer vom regen Treiben Abstand nehmen wollte, machte im Klingenmuseum die Taschenlampen-Begehung mit oder bewunderte auf dem Hof von Koester und Lauster nicht nur Lichtinstallationen und Skulpturen, sondern auch die Ausstellung von Caspar Reuter.

Gräfrather Lichterzauber: Fazit fällt positiv aus

„Unser Konzept ist aufgegangen“, meinte Dirk Balke als Fazit der Veranstaltung und fügt hinzu: „Der Lichterzauber hat mit den Zaubereien eine neue Stimmung aufkommen lassen.“

Gräfrath

„Die Gräfrather“ sind Gastronomen, Künstler und Einzelhändler, sie wollen „ihr Gräfrath“ lebendig halten.

Heimatverein Der Heimatverein betreibt das Gräfrath-Museum im Keller des Klingenmuseums.

Arge Die Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine ist ein Zusammenschluss Gräfrather Vereine.

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