Anzahl der Biobehälter steigt

Welche Abfälle gehören in die Biotonne?

Die Zahl der Biotonnen ist in Solingen in den vergangenen drei Jahren gestiegen. Archivfoto: Christian Beier
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Die Zahl der Biotonnen ist in Solingen in den vergangenen drei Jahren gestiegen.

Die Technischen Betriebe Solingen werben für mehr Akzeptanz.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Solingen gehörte zu den Spätzündern. Erst das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz hat 2015 zur Einführung der Biotonne in der Klingenstadt geführt. Doch inzwischen hat sich das System etabliert. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der Behälter von 3860 auf 4630. „Der Trend ist also positiv“, erklärt die Stadt.

Wie hat sich die Anzahl der Biotonnen in Solingen entwickelt?

Seit Anfang 2017 kostet die 14-tägige Leerung der Biotonne 55 Euro im Jahr. Zuvor konnten die Solingerinnen und Solinger das System zwei Jahre lang kostenfrei nutzen. Mehr als 4300 machten davon Gebrauch. Als diese Übergangsfrist endete, reagierten darauf mehr als 600 Bezieher mit einer Kündigung. Der Pfeil zeigt aber wieder nach oben.

Wie wirbt die Stadt für die Biobehälter?

Mit Flyern und Informationen im Internet machen die Technischen Betriebe Solingen (TBS) auf das Angebot aufmerksam. „Auch beim jährlichen Infotag im Entsorgungszentrum Bärenloch geht es um die Biotonnen sowie um Kompostierung und Kompostprodukte“, erklärt Rathaus-Sprecherin Sabine Rische.

Welche Abfälle gehören in den Biomülleimer?

120 Liter fassen die Biotonnen, die maximal 43 Kilogramm wiegen dürfen. „Hineingeworfen werden dürfen Küchenabfälle vor und nach dem Kochtopf, in kleine Mengen in Zeitungspapier oder Papiertüten verpackt“, erklärt die Stadt. Erlaubt sind feste Speisereste wie Fleisch, Fisch, Knochen, Kartoffeln und Nudeln. Ebenfalls zugelassen sind Gemüse- und Obst- sowie Eierschalen, Kaffeefilter und Teebeutel, kaltes Frittierfett sowie Blumen, Gartenabfälle, Laub, Grün- und Rasenschnitt. Dagegen nichts in der Biotonne verloren haben flüssige Abfälle wie Suppen und Öle, Asche, Erde, Steine, Katzen- und anderes Tierstreu sowie Plastik. Auch Produkte aus Bioplastik oder kompostierbarem Kunststoff sind nicht zulässig, da ihr Zersetzungsprozess zu lange dauert.

So können Solinger Müll vermeiden.

Wie überprüfen die TBS, ob die Vorgaben eingehalten werden?

Dies geschieht in erster Linie anhand einer Sichtkontrolle durch die TBS-Mitarbeiter, berichtet Sabine Rische. Sie weist darauf hin, dass die Biotonne freiwillig sei: „Wer sie nutzt, hat meist eine ganz persönliche Motivation. Deshalb gibt es nur einen geringen Anteil an Fehlwürfen.“

Was geschieht mit dem Müll?

Nach dem Leeren der Biotonne bringen die TBS den darin enthaltene Abfall zur Kompostierungsanlage. Das Endprodukt ist im Gartenbau und der Landwirtschaft einsetzbar.

Was mit Solingens Restmüll geschieht lesen Sie hier.

Was ist im Winter zu beachten?

Die TBS weisen darauf hin, dass die Biotonnen in der kalten Jahreszeit geschützt stehen sollten, etwa in einer Garage, einem Schuppen oder unter einem Carport. Wichtig sei, Feuchtigkeit beispielsweise mit Zeitungspapier und Papiertüten zu reduzieren und gefrorene Abfälle am Abholtag mit einem Spaten oder Besen von der Innenseite des Behälters zu lösen.

www.solingen.de

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