Handel

Woolworth verlässt den Standort an der Hauptstraße

Woolworth gibt nach Jahrzehnten den Standort Hauptstraße in Solingen auf. Bis Ende Juni läuft der Schlussverkauf. Foto: Tim Oelbermann
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Woolworth gibt nach Jahrzehnten den Standort Hauptstraße in Solingen auf. Bis Ende Juni läuft der Schlussverkauf.

Discounter will in Solingen bleiben und verhandelt über neues Ladenlokal.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Woolworth, von den Solingern auch liebevoll „Wollwort“ genannt, an der Hauptstraße verlässt nach Jahrzehnten den angestammten Standort. Zuletzt hatte dort die Insolvenz eines Edeka-Lizenznehmers für Aufsehen gesorgt. Ein Sprecher von Woolworth bestätigte die Geschäftsaufgabe auf ST-Nachfrage und bekräftigte, dass Woolworth weiter in Solingen verkaufen wolle.

Er erklärte zur aktuellen Situation: „Der Schlussverkauf ist im vollen Gange, voraussichtlich wird der 30. Juni der letzte Verkaufstag an diesem Standort sein.“ Doch damit will der Discounter seine Beziehungen zu Solingen nicht beenden. Schon vor einiger Zeit hatte der Konzernsprecher erklärt, dass Woolworth mit Rewe in Verhandlungen stehe, eventuell in den früheren Supermarkt-Standort an der Düsseldorfer Straße einzuziehen.

Ein Thema ist aber vom Tisch: Ein Umzug in den ehemaligen Kaufhof – fast auf der anderen Straßenseite – ist nicht mehr geplant. Denn die Immobilie, in der sich aktuell das Solinger Impfzentrum befindet, soll abgerissen werden und einer Mischung aus einem Drittel Handel, Gastronomie und Dienstleistungen weichen und zwei Dritteln Wohnraum.

„Derzeit befinden wir uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem Vermieter, der uns eine passende Fläche bieten kann“, berichtet der Sprecher zur Solinger Zukunft. „Da es noch zu keiner finalen Übereinkunft gekommen ist, kann ich zur Fläche noch keine Aussage treffen. Wir möchten aber sobald wie möglich an einem neuen Standort wiedereröffnen, um die Solinger weiterhin mit Angeboten von Woolworth begeistern zu können.“

Ob das nun Ohligs sein wird oder doch wieder ein Standort in der Solinger Innenstadt, das ist damit weiter unklar. Der neue Leerstand ist allerdings ein Tiefschlag für die Bemühungen der Stadt, im Rahmen von „City 2030“ solche Abzüge des Handels zu verhindern.

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