Nachfrage steigt – auch beim Mittagstisch

Wohlfühlmorgen findet unter Corona-Auflagen statt

Beim Wohlfühlmorgen für Bedürftige im katholischen Pfarrheim St. Joseph kümmerten sich Ehrenamtliche um 40 Gäste. Foto: Andreas Horn
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Beim Wohlfühlmorgen für Bedürftige im katholischen Pfarrheim St. Joseph kümmerten sich Ehrenamtliche um 40 Gäste. Foto: Andreas Horn

In der katholischen Gemeinde in Ohligs kümmerte sich Sabina Vermeegen mit ihrem Team um Bedürftige.

Von Anna Lauterjung

Solingen. Vergangenen Samstag fand erneut der Wohlfühlmorgen für Bedürftige im katholischen Pfarrheim St. Joseph in Ohligs statt. Von 8.30 bis 12 Uhr kümmerten sich Ehrenamtliche um die über 40 Besucher: mit einem liebevoll angerichteten Frühstück in geselliger Atmosphäre und einem offenen Ohr.

Beim Wohlfühlmorgen in fußläufiger Distanz zum Solinger Hauptbahnhof geht es allerdings um weit mehr als nur eine warme Mahlzeit. Der soziale Austausch ist einer der Eckpfeiler des regelmäßigen Angebotes. Auch die Kleiderkammer richtet eine zusätzliche Öffnungszeit ein. Zudem ist ein Friseur, eine Fußpflege, ein Arzt, ein Zahnarzt und der Pastor vor Ort.

Am Samstag musste das Angebot allerdings abgewandelt werden – Fußpflege und Friseur fielen aufgrund von einem Erstkontakt mit einem Corona-Patienten aus. Die Kleiderkammer öffnete wegen der Besucher-Begrenzung nicht.

Die Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, Sabina Vermeegen, und ihr Team hatten zunächst überlegt, Bestellungen für die Kleiderkammer aufzunehmen und diese dann mit dem Auto abzuholen. Doch auch das ehrenamtliche Team war an diesem Morgen aufgrund von Krankheit und Quarantäne dezimiert worden. Die Idee wurde nicht umgesetzt.

Trotz aller Änderungen bildete sich fast eine Stunde vor Einlass eine Schlange vor dem Pfarrhaus. Um 9 Uhr waren schließlich alle Tische gefüllt. Aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen muss sich der Wohlfühlmorgen an die Vorgaben der Gastronomie halten. Nur noch zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten dürfen zusammen an einem Tisch sitzen und anstatt Buffet wurden die Besucher nun von den Ehrenamtlichen bedient.

Trotzdem sind die Besucher dankbar, dass der Wohlfühlmorgen stattfindet, sagt Sabina Vermeegen. Sie und ihr Team werden weitermachen, solange sie dürfen. Die karitative Arbeit sei einer der elementaren Instrumente der Kirche, betont die Engagementförderin. „Gerade bedürftige Menschen fallen in der Krise sehr leicht durch das Raster.“

Der nächste Wohlfühlmorgen ist für den 21. November geplant.

Die Katholische Pfarrgemeinde St. Sebastian wird auch im Oktober einen Wohlfühlmorgen veranstalten.

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